Während weltweit immer mehr Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben, werden der E-Zigarette, die sich als wirklicher „Game Changer“ im Bereich des Gesundheitswesens  erweisen könnte, immer mehr Steine in den Weg gelegt. E- Zigaretten Befürworter fürchten, dass viele ehemalige Raucher, die mittels der E-Zigarette den Absprung von der herkömmlichen Zigarette geschafft haben, wieder zu ihrer schädlichen Gewohnheit zurückkehren könnten. Als ganz unbegründet kann man diese Befürchtung nicht bezeichnen, denn wie in einem Bericht von „Euromonitor“ zu lesen, wird ein Rückgang beim Kauf von E-Zigaretten in der Höhe von 57% erwartet. Ob dieser Rückgang nun auf die gezielte Negativpropaganda oder auf ein natürliches Einschleifen der Umsatzzahlen zurückzuführen ist, kann natürlich schwer beurteilt werden.  

Negativmeldungen über E-Zigaretten strotzen vor Halbwahrheiten 

Hellhörig sollte machen, dass Kritiker bei der Vorgehensweise, die E-Zigarette zu regulieren, von einem handfesten Skandal sprechen.  Dieser Meinung ist jedenfalls auch Aaron Biebert,  der mittels eines Dokumentarfilmes mit dem Namen „A Billion Lives“, die Verstrickungen von „Big Pharma“, Lobby-Verbänden und diversen Regierungsstellen der Öffentlichkeit zugänglich machen möchte. Dass diese Desinformationen indessen auch recht skurrile Ausmaße annehmen können, zeigen diverse Artikel über schädliche psychische Auswirkungen des „Dampfens“, bis hin zu der Annahme, dass „Dampfer“ eher zum Alkoholkonsum neigen, als normale Raucher. 

 Objektive Informationen über E-Zigaretten gegen Negativpropaganda? 

 So abstrus diese Anschuldigungen auch klingen mögen, sie tragen sicherlich dazu bei, dass sowieso schon verdrehte Bild der E-Zigarette in der Öffentlichkeit noch mehr zu verzerren. Nicht umsonst glaubt ein beträchtlicher Anteil der Raucher noch immer, dass der „Dampf“ aus E-Zigaretten schädlicher sei, als der Rauch herkömmlicher Zigaretten, obwohl es mittlerweile als erwiesen betrachtet wird, das E-Zigaretten um 95% weniger Risiko bergen als normale Zigaretten. Da Negativmeldungen, selbst wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen, schneller Verbreitung finden, als positive Meldungen, bleibt nur zu hoffen, dass die Befürworter der E-Zigarette nicht müde werden, die breite Öffentlichkeit mit objektiven Informationen zu versorgen.  

 Entscheidungsträger bezüglich der E-Zigarette zu wenig informiert? 

 Im Kampf gegen eine zu starke Regulierung der E-Zigarette dürfte es in Deutschland nun eng werden. Wie aus Zeitungsmeldungen zu erfahren, trägt die Uninformiertheit der beschließenden Personen sehr viel zur Gefahr der Überregulierung bei. Wie in diversen Foren über die E-Zigarette zu lesen, wurde eine Initiative gestartet, im Zuge derer „Dampfern“ die Möglichkeit geboten wird, den beschließenden Abgeordneten zu schreiben. Viel Zeit bleibt jedenfalls nicht mehr, denn Anfang nächsten Jahres soll die Entscheidung getroffen werden. Wer sich für diese Initiative interessiert, findet nähere Informationen auf „ig-ed.org“.

Foto: Lauri Rantala – CC-BY 2.0 – flickr.com #Europäische Union