Das britische Politiker das Potenzial der E-Zigarette längst erkannt haben während unsere noch im dichten Rauch der Tabak- und Pharmalobby rumstolpern, ist nicht nichts Neues. Neu hingegen ist, dass man in England nun versucht, das Gefängnispersonal und auch die Nichtrauchenden Insassen vor dem Passivrauch zu schützen. 

Wie jüngst im englischen Onlinemagazin Mirror zu lesen war, hat sich das Gefängnispersonal sehr erfreut über die Einführung der E-Zigarette unter den Gefangenen gezeigt, da sie nun weniger mit dem gesundheitlich bedenklichen Nebenstromrauch aus der Tabakzigarette belastet werden. 

"Gefängniswährung" Tabak, verliert an Wert

Der Verkauf von Zigaretten und Tabak konnte dank der Maßnahme, E-Zigaretten in den Gefängnissen zuzulassen, landesweit deutlich gesenkt werden. Dies bringt nicht nur gesundheitliche Verbesserungen für die Aufseher und auch für die Gefangenen mit sich, dies führt auch dazu, das die Inoffizielle "Gefängniswährung Tabak", deutlich an Wert verloren hat.

Im Dezember letzten Jahres wurden rund 40.000 Packungen Zigaretten und Tabak weniger verkauft als noch im Dezember 2014, so im Mirror zu lesen. Im gleichen Zeitraum gingen die Verkäufe von Zigarettenpapier, Filter und Streichhölzer sowie Feuerzeuge um mehr als 10% zurück. Laut dem Bericht im Mirror, könnte mithilfe der im August letzten Jahres eingeführten E-Zigarette für Strafgefangene, auch die alte Tradition, Zigaretten als "Gefängniswährung" zu benutzen, in naher Zukunft ihr verdientes Ende finden. 

Der Druck der Gefängnisbeamten auf einen rauchfreien Arbeitsplatz steigt.

Nach einer Anfrage des Parlamentsabgeordneten Lord Falconer, gab das Justizministerium diese Ergebnisse nun offiziell bekannt. Das Ministerium sah sich gezwungen, als Alternative, E-Zigarette anzubieten, nachdem Vollzugsbeamte sich ernsthafte Gedanken um ihre Gesundheit machten und somit den Druck auf ihren Arbeitgeber erhöhten, mittelfristig rauchfreie Arbeitsplätze zu schaffen. 

Glyn Travis von der "Prison Officers Association" äußerte sich im Sunday Mirror wie folgt: "Wir begrüßen die Ergebnisse, denn sie unterstützen unsere Argumente um rauchfreie Gefängnisse."

 "Wir sollten gesunde und rauchfreie Gefängnisinsassen haben und unsere Mitarbeiter sollten zudem in keiner Raucherumgebung arbeiten müssen" So Glyn Travis weiter.

Mein Fazit:

Bleibt nur zu hoffen, dass unsere Politiker hier in Deutschland, nicht nur unsere hiesigen "Propagandablättchen" der Tabak- und Pharmaindustrie lesen, sondern auch mal einen Blick über den Kanal nach England werfen, um sich mal sachlich Informieren zu lassen. DS #Gesundheit