Nach den beiden Weltkriegen, die den europäischen Kontinent erschüttert hatten und die unsagbares Leid, Trauer, Wut und kaum heilbare Wunden zwischen den Europäern gesät hatten, kam der kalte Krieg. Zwei Großmächte zogen eine Grenze durch den europäischen Kontinent. Atom-Waffen-Arsenale standen sich an den Grenzlinien gegenüber. Diese über Jahrzehnte in der Luft liegende Spannung ist für die heutige junge Politiker-Generation keine Lebenswirklichkeit mehr.

Der Traum einer europäischen Union war und ist nicht nur das Zusammenwachsen von Wirtschaftsräumen oder Währungen, nicht nur das Summieren von Exportüberschüssen und Wettbewerbsvorteilen, sondern in erster Linie das Zusammenwachsen und Befrieden eines verwundeten Kontinents.

Daran sollten wir uns zurückbesinnen. Wir sollten trotz Kosovo-Krieg etc. diese hohe Gut an Stabilität nicht gefährden.

Wir sollten, wenn wir über Flüchtlingsschicksale debattieren, daran denken, das große Teile der Europäer vor nicht all zu langer Zeit selbst Flüchtlinge waren. Geschüttelt von Hunger, Obdachlosigkeit, Verlust von Hab und Gut und Angehörigen.

Wir sollten uns bei Debatten oder Maßnahmen der Grenzkontrollen an die #Humanität und Menschlichkeit zurückerinnern, die wir uns selbst gewünscht haben.

Nur ein Miteinander ist der Garant für die Stabilität des europäischen Kontinents. Wozu ein Gegeneinander führt, hat uns die europäische Geschichte gelehrt.

Auch in Zeiten von Terror und Anschlägen dürfen bei allen berechtigten und sinnvollen Schutzmaßnahmen #Freiheit, Menschlichkeit und Humanität nicht geopfert werden.

Das Lernen aus der Geschichte ist auch ein Akzeptieren von Andersartigkeit. Ein Respektieren von Unterschieden der einzelnen Kulturen. Das Wertschätzen dieses kostbaren Gutes der Vielfältigkeit und nicht der Gleichförmigkeit.

Das Hegen dieses europäischen Schatzes ist unser gemeinsame Aufgabe und Verantwortung. Nicht nur den Generationen, sondern uns selbst verpflichtet. Daran sollten wir uns immer erinnern, mögen die Zeiten noch so stürmisch und herausfordernd sein. #Vielfalt