Der Anschlag

Die nach dem Anschlag von Berlin wieder aufgeflammte Diskussion um die Flüchtlingspolitik ist nicht wie vielfach dargestellt, eine Frage der maximalen Sicherheit. Diese kann weder von einem Staat, noch von auf Sicherheit spezialisierte Behörden oder Privatfirmen garantiert werden.

Wir müssen uns mehr und mehr darauf besinnen, dass es im Kern um die Frage geht, mit welchen Werten wir unsere westliche Welt verbinden. Was uns als Gesellschaft ausmacht. Wofür wir stehen.

Die Lehre aus den Wahlen

England hat sich aus Europa zurückgezogen. Der neu gewählte Präsident von Amerika hat die Maxime ausgegeben "Amerika first". Diese, nicht nur im Geiste, sondern auch in der gelebten Praxis, gewählte Abschottung ist eine Aufgabe von Werten, die zur Vielfalt und Bereichung unseres Lebens, sowie den Grundwerten unserer Gesellschaft beigetragen haben.

Wir sollten uns daran zurückerinnern, dass Amerika auf den Wurzeln von Einwanderern gegründet und entwickelt wurde. Diese Vielfalt hat das Land zu einer der führenden Nationen u. a. auch für das friedliche Miteinander der unterschiedlichen Kulturen gemacht.

Die Entwicklungen in Europa wären ohne Zuwanderung nicht durchführbar gewesen. Auch hier waren viele unterschiedliche Kulturen beteiligt.

Neudefinition der Globalisierung

Dass Aufgrund der Globalisierung Arbeitsplätze in fremde Kontinente verlagert werden, ist nicht das Ergebnis, dass die Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen in einem Land oder Kontinent diese nicht bereichert hat. Sie ist ausschliesslich das Ergebnis wirtschaftlicher Überlegungen.

Damit ist die Vielfalt als Ergebnis einer multikulturellen Gesellschaft nicht gescheitert. Mit der notwendigen Toleranz und Offenheit im gegenseitigen Begegnen gewinnt eine jede Gesellschaft.

Damit soll der bewusste Blick auf kriminelle Handlungen nicht ad absurdum geredet werden. Er ist allerdings nicht ausschliesslich ein Problem oder Thema einer multikulturellen Gesellschaft, sondern eine generelle Herausforderung einer offenen Gesellschaft.

Allerdings geht es, wie Eingangs bereits erwähnt darum, dass wir uns damit auseinandersetzen, welche Werte wir mit einer offenen Gesellschaft verbinden.

In Rückbesinnung auf die Aussage zu den Auswirkungen der Globalisierung sollte der Reflex nicht in der Abschottung oder Verurteilung münden. Wenn man sich die berechtigten Protestzeichen der letzten Wahlen ansieht, ist nicht das extreme die Lösung.

Es muss eine Justierung der gesellschaftlichen Werte auch im Hinblick auf potentielle Folgen, die sich aus der Globalisierung zeigen, geben.

Ein Grundwert der Weltengemeinschaft sollte das eigen bestimmte Leben bilden. Für dieses ist eine Voraussetzung, dass anhand der jeweiligen Lebensbedingungen im jeweiligen Land eine adäquate Entlohnung erfolgt.

Im Sinne einer gesellschaftlichen Balance wird damit u. a. erreicht, dass die Menschen nicht aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation ihr Land verlassen müssen, um sich selbst, bzw. ihre Familien ernähren zu können.

Darüber hinaus wird auch erreicht, dass der Trend für extreme Lösungen gestoppt und der notwendige Nährboden entzogen wird.

Fazit

Eine freie Gesellschaft fusst auch auf den Werten, dass für jeden Menschen die Unschuldsvermutung gilt.

Die derzeitigen Entwicklungen bedürfen das Ansetzen an den grundlegenden Fragestellungen.

Sie bedürfen wohl überlegten, behutsamen und emphatischen Entscheidungen. Europa hat ein lange Tradition der Abgrenzung. Diese hat unseren Kontinent in der Vergangenheit weder friedlicher, noch besser gemacht.

Wir sollten aus der Vergangenheit die richtigen Schlüsse ziehen und nicht in die selben Problemfelder auf ein neues laufen.

Oliver Luser - Coach #Der Anschlag #Die Lehre aus den Wahlen #Neudefinition der Globalisierung