Wie gestern bekannt wurde macht die türkische Regierung die Gülen-Bewegung für den Anschlag auf den russischen Botschafter verantwortlich. Zudem vermuten türkische Ermittler, dass es sich nicht um einen Einzeltäter gehandelt haben soll.

Der Angreifer soll während seiner Tat „Allahu Akbar“ und Sprüche wie „Vergesst nicht Aleppo“ gerufen haben.

Die Türkei und Russland versuchen ihre Beziehungen zu normalisieren die sich seit dem Bürgerkrieg in Syrien auf einem Tiefpunkt befinden. Diese Kriese spitzte sich 2015 zu, als ein russisches Kampfflugzeug über türkischem Luftraum abgeschossen wurde.

Seit dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei und den daraus resultierenden anti-westlichen Ansichten des türkischen Präsidenten nähern sich Moskau und Ankara wieder an.

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Allerdings gibt es in der türkischen Bevölkerung viele Vorurteile gegen Russland, viele liegen in der Zusammenarbeit zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem Diktator Assad begründet.

Viele türkische Bürger machen den Iran und Russland für die Grausamkeiten in Aleppo verantwortlich.

Gleichzeitig gibt es in #Aleppo einen erneuten Stopp der Evakuierung. Begründet wird die Unterbrechung damit, dass es neue Forderungen von Seiten der Rebellen (Freie Syrischen Armee) gibt.

Die Evakuierung läuft mittlerweile seit Donnerstag, wurde dann aber nach neuen Gewaltausbrüche für mehrere Tage unterbrochen. Die Busse, welche zur Evakuierung dienen sollten, wurden von einem Ableger der Al-Qaida, den Jabhat Fatah al-Sham, angezündet. Sowohl von Seiten der Rebellen (Freie Syrische Armee) als auch von Seiten syrischer Aktivisten wurde diese Vorgehen scharf verurteilt.

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Die Freie syrische Armee konnte den Angriff stoppen. Seit Sonntag werden wieder Menschen evakuiert.

Mittlerweile wurden bereits mehr als 25.000 Menschen aus Aleppo in die umliegenden Städte gebracht. Sie befinden sich dort in Moscheen, Zelten und Schulen, können allerdings bisher noch nicht richtig versorgt werden.

Bereits am Montag hatte die UN beschlossen, Beobachter nach Aleppo zu entsenden, um dort „das Wohlergehen der Zivilisten“ zu gewährleisten.

Bei den Evakuierten handelt es sich in erster Linie um Zivilisten und Rebellen, da die Stadt von Assad bereits zu 90% erobert wurde. Als Gegenleistung werden 4000 Bewohner aus den schiitischen Dörfern Fua und Kafraja gebracht.