Der Ort des neuesten Trauerspiels Europas: Elk (Deutsch: Lyck), Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Zeit: Silvesternacht.

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Sie sollen ihn zu viert tödlich erstochen haben

Der 21-jährige Daniel, ein später Kunde der Döner-Imbissbude Kebab Prince, hat seine Rechnung nur teilweise bezahlt. Er sollte zwei Erfrischungsgetränke einfach so mitgenommen haben, mit dem Versprechen, sein Kamerad werde für sie später zahlen. Dann sollte er versucht haben, die Gaststätte ruhig zu verlassen, so die #Polen.

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Laut den Arabern hätte er einen Knallkörper in Richtung des Geschäfts geworfen. Jedenfalls wurde der Streit blitzschnell blutig beendet. Drei Fremden packten den jungen Polen und der vierte hatte ihn wie ein Vieh geschlachtet. So die polnischen Zeugen. Vier inzwischen verhaftete arabische Angestellten der Imbissbude behaupten, sie wissen nicht genau, was geschehen ist...

Der Schrei nach Vergeltung

Seit Jahren haben die jungen Polen im Netz versprochen, falls je polnisches Blut in Polen durch Mosleme vergossen werden sollte, werden sie selbst die Täter hart bestrafen, um ein Exempel zu statuieren. Die aus Tunesien, Algerien und Marokko kommenden Tatverdächtigen wurden aber durch die Polizei festgenommen. Es versammelte sich also eine etwa 200 bis 300 Personen starke Menge, die behonnen hatte, diese Döner-Imbissbude zu zerstören. Aus der Menge war zu hören, alle Nordafrikaner sollen jetzt die Stadt und ganz Polen verlassen. Die Bereitschaftspolizei konnte die verzweifelten junge Männer anfänglich gar nicht aufhalten. Erst nach dem Einschalten einer Truppe der Soldaten konnten sie überwältigt und einige von ihnen verhaftet werden..

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Polnische Hakenkreuzler?

Derartige Behauptungen werden bei uns mit Zorn und Abneigung hingenommen. Denn in Polen waren unter der NS-Herrschaft sogar die Polendeutschen selten Nazis, eher Widerstandskämpfer. Vor diesem Hintergrund wirkt die Äußerung des Lycker Stadtpräsidenten Tomasz Andrukiewicz (Aussprache: tomasch andrukewytsch) fast schockierend: "Wir haben überlegt, was in diesem Fall zur Eskalation geführt hat. Ich denke, dass abgesehen von der Tatsache der Ermordung im Weltmaßstab eine Stimme gemacht wird. Die Bedrohung wird mit Ausländern identifiziert."

(Prezydent Ełku Tomasz Andrukiewicz dla WP o zamieszkach przed Prince Kebab - to dla nas szok, wiadomosci, wp.pl)

Und eine israelische Tageszeitung hat geschrieben: "Laut der Polizei war die Döner-Imbissbude am Sonntag, dem 1. Januar, von 200 bis 300 Einheimischen umzingelt, die Nazi-Parolen schrien. Sie bewarfen diese mit Feuerwerkskörper und Steinen, schlugen die Glasfenster ein, zerstörten die Geräte im Inneren und steckten sie am Ende in Brand.

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Als nächstes zog der wütende Mob in ein zweites Café desselben Besitzers und brannte es auch nieder. [...]

Die Welle der antisemitischen Angriffe verstärkte sich nach 1933 und viele örtliche Kaufleute und Intellektuelle jüdischer Abstammung wurden verhaftet. In der Kristallnacht wurden jüdische Geschäfte und Synagogen in Lyck geplündert und zerstört. Viele Juden flohen aus Lyck. Einige wanderten so weit aus wie nur möglich, sogar nach Shanghai. Von den verbliebenen Juden wurden 80 in den deutsch-polnischen Todeslagern ermordet."

(Riots in Poland after Murder of Polish Man by Arab Immigrants, jewishpress.com)

War es etwa im Zweiten Weltkrieg unbedingt nötig ein Kommunist zu sein, um das Dritte Reich zu hassen?

Selbstverständlich konnte so etwas nur die Nazi-Propaganda behaupten. Damals wie heute werden schlicht und einfach die Unmenschen, die Volkermörder, die Barbaren und Invasoren verhasst. In der Stadt Lyck leben ganz friedlich Tausende ukrainische Bürger, meistens junge Männer, die nicht gezwungen werden wollen, ihre Mitbürger umbringen. Sie fügen den Einheimischen kein Schaden zu. Auch die Döner-Imbissbude-Angestellten benahmen sich dort bisher eher ruhig. Was ist in sie gefahren? Eins scheint sicher zu sein: Ganz Polen wird ihnen das nie verzeihen. #Terror