Bei Laborratten haben Forscher vor Jahrzehnten herausgefunden, dass Selbsterhalt vor Arterhalt geht. Das ist ein Teil unserer mittlerweile fast 4 Milliarden Jahre dauernden evolutionären Entwicklung und ist tief in unserem Erbgut verwurzelt. Wir müssen uns darüber klar sein, dass wir hier heute leben, weil unsere Vorfahren seit Anbeginn der Evolution die erfolgreicheren Prädatoren waren. Erst vor ungefähr 40 Tausend Jahren haben wir angefangen, uns um ein zivilisiertes Zusammenleben zu bemühen. Das hat in den letzten Jahrtausenden mal mehr, mal weniger gut geklappt. Die Geschichte der Menschheit ist voll von Blutbädern, die Menschen an Menschen begangen haben.

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Frieden

Ich kann mich glücklich schätzen zu der ersten Generation in Europa zu gehören, die nicht in den #Krieg ziehen musste und ich mich der Entscheidung "töte oder werde getötet" stellen musste.

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Wir sollten alle dafür sorgen, dass Krieg als Konfliktlösung immer seltener entfesselt wird. Deshalb wurde nach den Gräueln des "tausendjährigen Reiches" ja auch der europäische Gedanke von den zwei traditionellen Erzfeinden Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland entwickelt.

Wohlstand

Bei aller berechtigter Kritik an europäischen Regulationen von Gurkengröße bis Ausschreibungsregelungen für Aufträge dürfen wir nicht übersehen, dass gerade die Schaffung der europäischen Freihandelszone uns den heutigen Wohlstand ermöglicht. Wenn wir heute über zu geringe Zinsen für Sparkonten jammern, übersehen wir die Inflationsraten. In Zeiten, wo es auf Sparbücher 4% Zinsen gab, betrug die Inflationsrate meist 6%. Und das, als wir noch die D-Mark im Portemonnaie hatten. Hier von guten alten Zeiten der Geldwertstabilität vor dem Euro zu phantasieren, zeugt eher von Demenz als von Sachverstand.

Seit Jahren schreiben Wirtschaftsexperten in Zeitschriften wie "Focus Money" darüber, dass wir in Deutschland bis zum Jahr 2030 ungefähr 30 Millionen Arbeitskräfte zuwandern lassen müssen, um unsere Volkswirtschaft produktiv gestalten zu können.

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So gesehen müssten wir uns über den Zustrom an Arbeitswilligen, die zu Hunderttausenden bei uns leben wollen freuen, auch wenn es keine protestantischen norwegischen Diplomingenieure sind, sondern Menschen, die aus Armut und Not ihr letztes Hab und Gut hergegeben haben, um in unser gelobtes Land des Friedens, der Freiheit und des Wohlstandes zu kommen. Viel schlimmer ging es Europa schon in der großen Völkerwanderung in der Mitte des ersten Jahrtausends. Dagegen ist das heutige Migrationsthema die reinste Karnevalsveranstaltung.

Als meine Eltern nach dem 2. Weltkrieg aus Schlesien ins Ruhrgebiet kamen, wurden sie behandelt wie Aussatz und mussten sich anhören, sie wären besser im Osten geblieben. Das Thema wiederholt sich. Wir haben als Europäer in den letzten Jahrhunderten völlig ohne Skrupel die Welt als Selbstbedienungsladen betrachtet und beliebig geplündert.

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Sei es als Kolonialherren oder als "Handelspartner" eines grauenvollen Despoten, der uns Zugang zu Bodenschätzen ermöglichte. Man denke an Schah Reza Pahlevi, Idi Amin oder Bokassa und die vielen anderen, die später lebten und noch leben.

Angst

Jetzt kommen die Opfer unserer Ausbeutung und wollen von unserem reich gedeckten Tisch mitessen und wir haben Angst, etwas abgeben zu müssen. Reflexartig versuchen wir das aus Selbsterhaltungstrieben heraus zu verhindern, anstatt uns klar zu machen, dass wir eigentlich nur etwas zurückgeben müssen, was wir uns genommen haben. Wer von Schwarmintelligenz träumt, findet bei Menschen nur Schwarmverblödung. Am eigenen Gartenzaun beginnt Feindesland. Winston Churchill sagte: "Wer mit 14 kein Kommunist ist, hat kein Herz. Wer mit 40 noch Kommunist ist hat kein Hirn!" Doch trotz alldem ist es der europäische Gedanke wert, am Leben erhalten zu werden. #Europäische Union #Angela Merkel