Wie die "Krone" berichtet, erwartet der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) in diesem Jahr bedeutend mehr Migranten aus Afrika, welche über das Mittelmeer nach Italien gelangen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres habe sich die Anzahl der Ankommenden bereits verdoppelt, warnt der CSU-Politiker. Er äußerte, wenn man die Zahlen hochrechne, komme man allein für dieses Jahr auf 300.000 bis 400.000 Menschen die in Italien ankommen.

Europa braucht neuen Ansatz für Afrika

Laut Müller, brauche Europa einen neue Denkweise für Afrika, wenn man vermeiden will das Hunderttausende oder gar Millionen von afrikanischen Migranten nach Europa gelangen.

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Hierzu müsste man den afrikanischen Ländern eine faire Wettbewerbschance geben und ihnen einen uneingeschränkten Marktzugang in die EU ermöglichen um so Geld zu verdienen, erläutert Müller.

Zudem müsse man Perspektiven vor Ort schaffen und die afrikanischen Partner zur Eigeninitiative bewegen. Afrikanischen Regierungen die zu Reformen bereit sind würden mehr Geld erhalten. Reformunwillige weniger, so Müller.

Bereits im Januar hatte Müller während der CSU-Winterklausur einen "Marshallplan mit Afrika" zu einer völligen Neuausrichtung der wirtschaftlichen Hilfe versprochen. Er sagte damals, dass sich unser Schicksal an dem Schicksal Afrikas entscheiden wird. Die Bevölkerung in den afrikanischen Ländern werde sich in den kommenden Jahren verdoppeln. Man werde das Problem aber nicht lösen, wenn man die Menschen in Europa aufnehme.

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Österreichs Außenminister: Zahlen aus Berlin sind "realistisch"

Der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hält die Angaben des Entwicklungsministers aus Bayern für durchaus "realistisch". Die Anzahl der Menschen die nach Europa gelangen, sei in letzter Zeit immer weiter gestiegen. Schon im vergangenen Jahr habe der Zustrom gegenüber 2015 um etwa 20 Prozent zugenommen, äußerte er.

Kurz für australisches Modell

Kurz plädiert derweil für das "australische Modell" bei der "Rettung" der Migranten. Die Menschen sollen zwar gerettet werden, dies dürfe aber nicht damit verbunden sein, dass man so in sein "Wunschland" gelangen kann. #Deutschland #Flüchtlinge #Österreich