Eine 40-jährige muslimische Pflegerin ist entlassen worden, weil sie sich weigerte auch Männer zu waschen, dies berichtet "TAG24". Daraufhin reichte die Muslima eine Klage gegen ihre ehemaliges Unternehmen ein. Das Arbeitsgericht in Mannheim (Baden-Württemberg) entschied nun, dass der Arbeitgeber in dem Fall rechtens gehandelt hat und die Klage der Frau wurde am Donnerstag (23.4.) abgewiesen.

Frau hatte nur eine Woche für das Unternehmen gearbeitet

Die 40-jährige Frau, welche gebürtige Litauerin ist, war gerade einmal eine Woche in dem ambulanten Pflegedienst beschäftigt, ehe ihr von Seiten des Unternehmens gekündigt wurde.

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Vor dem Arbeitsgericht in Mannheim erklärte sie am Donnerstag, bevor sie den Gerichtssaal betrat: "Ich will "doch nur für mein Recht kämpfen zu arbeiten". Gegenüber der Deutschen-Presse-Agentur erläuterte sie. Das sie nun seit drei Jahren in #Deutschland lebe und sich doch nur integrieren wolle. Die Frau hat demnach in Litauen Medizin studiert, ihr fehle in Deutschland jedoch eine notwendige Arbeitserlaubnis. Daher arbeite sie als Pflegehilfe und hauswirtschaftliche Betreuerin.

Versteht nicht warum Unternehmen keine Rücksicht nimmt

Die Frau schilderte vor Gericht, dass es ihr unklar sei, warum so ein großes Unternehmen keine Rücksicht auf ihre Religion nehmen kann. Da diese es ihr als Frau verbiete einen Mann zu waschen.

Die Richterin Sigrid Bouwhuis erklärte, dass die Frau ihre Religion in Deutschland frei ausüben könne.

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Sie sich aber an ihrem Arbeitsplatz den dort vorgegebenen Regeln zu fügen habe. Sie sagte wörtlich, "an Ihrem Arbeitsplatz kann Ihnen nicht alles zurecht gezaubert werden."

Klage wurde zu spät eingereicht

Die Frau müsse wenn sie einen Beruf ausübe sich an die vorgegeben Spielregeln halten. Zudem sei in der sechsmonatigen Probezeit kein Kündigungsschutz vorhanden. Die Klage gegen ihre Entlassung sei schon im vornherein unzulässig gewesen, da die Frau diese einen Tag zu spät eingereicht habe.

In Deutschland haben mittlerweile schon viele Fälle dieser Art die Gerichte beschäftigt. In Schleswig-Holstein klagte ein Muslim gegen seine Kündigung, da er sich als Verkäufer weigerte Alkohol in die Regale einzuräumen. Das Landesarbeitsgericht Hamm (Nordrhein-Westfalen) entschied etwa im Jahr 2002, dass Moslems nicht ohne das Einverständnis ihres Arbeitgebers zusätzliche Gebetspausen einlegen dürfen. #Islam