Wie die "Krone" berichtet, präsentierte am Montag das Innenministerium die aktuelle Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2016. Demnach konnte die Polizei ihre Aufklärungsquote auf 46 Prozent steigern, soviel wie seit 10 Jahren nicht. Jedoch stieg die Zahl der Anzeigen von 517.870 in 2015, auf 537.792 im vergangenen Jahr. Die Zahl der angezeigten Asylbewerber stieg enorm und zwar um 54 Prozent.

Der Innenminister Wolfgang Sobotka erklärte auf einer Pressekonferenz, dass 2016 in Österreich 537.792 Anzeigen erstattet worden. Dies ist ein Anstieg um 19.923 oder um 3,8 Prozent zu 2015.

Meisten Anzeigen gegen Afghanen

Den stärksten Anstieg gab es bei den Straftaten, welche von Asylbewerbern begangen worden.

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Im Jahr 2015 waren es noch 14.458 gewesen, diese Zahl stieg 2016 auf 22.289. Die Haupttäter waren hierbei Afghanen gewesen, 5072 waren 2016 tatverdächtig. Laut der Statistik gab es hier mehr Anzeigen gegen 14 bis 17 Jahre alte Verdächtige, in der Altersgruppe waren es 1622.1208 Anzeigen wurden gegen Personen zwischen 18 und 20 Jahren gestellt.

Hinter den Afghanen folgen in der Kriminalitätsstatistik Asylbewerber aus Algerien, Marokko, Nigeria und Syrien. Das Hauptverbrechen ist Diebstahl, gefolgt von Körperverletzung und Suchtdelikten.

Weniger Wohnungseinbrüche zu beklagen

Dem Bericht nach sank die Zahl der Wohnungseinbrüche zu 2015 um 16,4 Prozent, dies ist der niedrigste Wert seit den letzten zehn Jahre. Die Täter hierbei stammen größtenteils aus dem Ausland. Die meisten Täter stammen aus Rumänien, gefolgt von Serbien, Georgien, Albanien und Kroatien.

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Gewaltdelikte wurden mehr Meldungen, mehr aufgeklärt

Bei dem Schwerpunkt Gewalt, gab es ebenfalls einen Anstieg in der Kriminalstatistik, hier stieg die Zahl der angezeigten Fälle um knapp sieben Prozent. Hauptschwerpunkt seien hierbei Auseinandersetzungen unter Migranten. Bei der Anzahl der leichten Körperverletzungen wurden etwa 2000 Fälle mehr registriert. Positiv ist hier laut dem Innenminister Sobotka zu bewerten, dass die Aufklärungsquoten in diesem Bereich 83,9 Prozent beträgt. #Flüchtlinge #Österreich #Kriminalität