Wie "TAG24" berichtet, wurden die beiden Tatverdächtigen der Marokkaner Chakir A. (23) und der Libyer Radouan K. (27) am Dienstagmorgen in einer Dresdner Asylunterkunft festgenommen. Ein Richter erließ einen Haftbefehl gegen die Beiden.

Am Freitag hatte die Dresdner Staatsanwaltschaft die beiden Männer kurze Zeit nach ihrer Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. Nun hat man doch einen Haftbefehl beantragt.

Laut "TAG24" war dafür ein Bericht über die Tat in der "Morgenpost" und bei "TAG24" ausschlaggebend. Demnach hatte der Generalstaatsanwalt Wolfgang Klein nach dem Lesen des Berichts eine erneute Prüfung durch die Staatsanwaltschaft angeordnet.

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Opfer berichtete in der Zeitung über das Tatgeschehen

Am Montag berichtete das Opfer, der 40-Jährige Rene J., über die Gewalttat am S-Bahn-Haltepunkt Zschachwitz in der Morgenpost. Der Generalstaatsanwalt Klein bestätigte gegenüber der Kontrollbehörde der Staatsanwaltschaft, dass er den Bericht gelesen habe.

Darauf bat er um eine Überprüfung des Falles, ob nicht der Tatverdacht eines versuchten Tötungsdelikts vorliegt. Laut Klein war dies keine Anweisung von ihm, sondern nur eine Anregung.

Oberstaatsanwalt lud Opfer zur Vernehmung ein

Danach muss alles ziemlich schnell abgelaufen sein, der Oberstaatsanwalt Christian Avenarius lud das Opfer des Vorfalls Rene J. zu einer Vernehmung ein. Dem Oberstaatsanwalt erzählte er seine Geschichte, besonders die Notsituation als er von den Gleisen flüchten wollte .

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Dies hätte Rene J. aber in seiner Notsituation aber nicht wahrgenommen. Von Seiten der Staatsanwaltschaft heißt es, dass man nach den Angaben des Geschädigten zu dem Schluss gekommen ist, dass in jenem Fall ein dringender Tatverdacht wegen des versuchten Totschlags gegen die beiden Verdächtigen vorliegt.

Die beiden Asylbewerber wurden daraufhin am Dienstag festgenommen. Bei einer Verurteilung drohen den beiden Nordafrikanern zwischen 5 und 15 Jahren Haft.

Das Opfer Rene J. äußerte sich beruhigt darüber, dass die beiden Täter nun hinter Gittern sind und man ihm Glauben schenkte. #Deutschland #Flüchtlinge #Kriminalität