Wie die "Welt" berichtet, haben in den vergangenen drei Tagen ungewöhnlich viele Migranten von der Türkei aus die griechischen Inseln erreicht Dem Bericht nach, sollen von Freitagmorgen bis Montagmorgen 443 Menschen auf den ägäischen Inseln angekommen sein, diese teilte der Flüchtlingskrisenstab in Athen mit. Bisher sind, im März diesen Jahres, jeden Tag ca. 35 Menschen illegal von der türkischen Küste aus nach Griechenland übergesetzt.

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Ursache soll das gute Wetter sein

Die Küstenwachen führt den starken Anstieg der Migrantenzahlen auf die derzeitig gute Wetterlage in der Ägäis zurück.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte vergangene Woche angedroht, dass man das Flüchtlingsabkommen mit der Europäischen Union auflösen wolle, wenn die EU der #Türkei nicht die in Aussicht gestellte Visa-Freiheit für türkische Staatsbürger gewährt. Seit Freitag ist laut dem Außenminister, dass Abkommen schon teilweise außer Kraft gesetzt. Nun beobachtet die Regierung in Athen mit großen Interessen die tägliche Zahl der ankommenden Migranten.

Über 60.000 Migranten leben in Griechenland

Laut dem sogenannten Flüchtlingspakt, werden die Migranten, welche auf die Ostägäischen Inseln übersetzten, wieder in die Türkei zurückgeschickt, wenn Griechenland ihre Asylanträge abgelehnt hat. Im Gegenzug nimmt die EU für jeden abgeschobenen Migranten aus Griechenland einen Syrer aus der Türkei auf, zudem unterstützt die EU die Türkei mit Millionenhilfen bei der Unterbringung und Versorgung der Migranten im Land

Derzeit leben auf den griechischen Inseln etwa 14.300 Migranten, der Großteil auf den Inseln Lesbos und Chios. In ganz Griechenland sollen um die 62.500 Migranten leben.

Im Vorjahreszeitraum, im Januar und im Februar, kamen etwa 124.500 Migranten von der Türkei aus nach Griechenland. Von Griechenland aus zog dann der Großteil der Migranten weiter nach Deutschland, Schweden und Österreich. Anfang März wurden die Migrantenströme langsam weniger, da auf die Initiative Österreichs hin, die Balkanroute Stück für Stück geschlossen wurde. #Flüchtlinge