Cybermobbing: der Täter mit der höchsten Todesrate

Hast Du ein Handy, ein Tablet, einen Laptop, einen Computer oder sogar eine mobile Hausüberwachungsanlage? Dann sei gewiss, dass es auch Dich treffen kann. Unsere vernetzte Technik hat nicht nur Mängel, sondern sie hegt tagtäglich überall Gefahren für uns.

Mobbing

Wir alle haben schon mal Mobbing erlebt, ob bei Arbeit oder zu Hause. Das Wort "Schlampe", "Flittchen" oder "bewegt Dich, faule Kuh", "ist das ´ne fette Sau", "die hat doch ein´ an der Waffel", "schmeiß sie raus, die taugt nix" - all das kennen wir doch. Als Erwachsener steckt man manches weg, doch was, wenn es in der Schule passiert von jedem, jeden Tag und dann kommt #Cybermobbing dazu.

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Zu Hause, wenn ich denke ich habe meine Ruhe, geht es genau da weiter. In sozialen Netzwerken kommt es dann viel schlimmer. Menschen, die einen noch nie gesehen haben, beschimpfen Dich, beleidigen und drohen Dir.

Die Gefahr von Cybermobbing

Gestern, den 04.04.2017, lief auf Sat 1 ein wahrer und bewegender Film über Cybermobbing. Darin habe ich erfahren, dass jeder in der Schule mal übers Netz beleidigt oder zu etwas gezwungen wurde. Die Gefahr selbst ist Rache aus Eifersucht, Neid oder die Freude, anderen Menschen weh zu tun. Das Ganze ist zwar strafbar, doch ehe man die Beweise erbracht hat, haben andere soziale Netzwerke es geteilt, an wiederum anderen fremden Menschen weiter geleitet. So kommt es, dass man auf einmal Nachrichten von wildfremden Menschen erhält, die einen dann gegen die Bezahlung von Geld oder Sex drohen, es weiter zu veröffentlichen.

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Bilder von Nacktaufnahmen, die eein Ex aus Rache an seinen Kumpel weitergeleitet hat, die Vergewaltigung, die Fremde aufgenommen haben, Mobbing-Aufnahmen aus der Schule, peinliche Bilder, Adressen oder der gesamte Lebenslauf von der jeweiligen Person. Das alles passiert nun, wenn man denkt zu Hause in Frieden gelassen zu werden.

Kein Mensch übersteht das ohne Schaden

Ein Beispiel ist "Tim Ribberink - er wurde nur zwanzig Jahre. Jahrelang wurde er im Netz gemobbt. Er hielt dies nicht mehr aus, nahm sich das Leben. Im Abschiedsbrief hieß es, Liebe Pap und Mam, ich wurde mein ganzes Leben gemobbt, gehänselt und ausgeschlossen. Ihr seid fantastisch. Ich hoffe, dass ihr nicht böse auf mich seid. Auf Wiedersehen, Tim"

Auch Hannah Smith war gerade mal 14 Jahre alt geworden. Sie bekam ständig Nachrichten über das soziale Netzwerk Ask.fm. " Stirb, jeder wäre glücklich darüber". "Tue uns einen Gefallen und bring dich bitte einfach um". Hannah hielt dies nicht mehr aus und erhängte sich im Kinderzimmer.

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Josh Unsworth, fünfzehn Jahre alt geworden, auch er erhängte sich. Er hielt das Mobbing im Netz nicht mehr aus. Bei uns in Deutschland beläuft sich die Todesrate an die zwanzig Prozent.

Der Schutz vor Cybermobbing

Schützen kann man sich, indem man so wenig wie möglich von einem erzählt oder in sozialen Netzwerken verbreitet. Ändert alle zwei Wochen Passwörter und Decknamen oder Nickname. Verwendet niemals Passwörter aus euren Namen oder Geburtsdaten. Verwendet Zahlen, Symbole und Buchstaben in Kombinationen. Gebt nie eure Telefonnummer weiter, wenn es doch passiert ist, lasst sie sperren und verlangt eine neue Telefonnummer. Nehmt nicht jede Freundschaftsanfrage an, prüft diese durch Google oder Freunde, Eltern oder Bekannte. Speichert keine peinlichen Fotos auf dem Handy.

Die Strafen bei Cybermobbing enden meist mit einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren.

Liebe Eltern

beobachtet eure Kindern. Kinder, die gemobbt werden, wenden sich nicht an die Eltern. Schaut auf das Verhalten eurer Kinder. Leistungsabfall kann ein Zeichen sein. So auch wenn es öfters in Konflikte gerät, oder nur noch zu Hause bleibt, sich einsperrt, nicht mehr redet. Ist es gesundheitlich anfälliger geworden? Klagt es über Bauchschmerzen, Übelkeit, Kopfschmerzen? Sprechen Sie mit ihren Kindern und gehen Sie zu einer Beratungsstelle.

Meistens wollen Kinder über das Geschehende nicht reden. Geduld ist das Zauberwort. Gebt euren Kindern das Gefühl, egal was passiert ist, dass ihr zu ihnen haltet. Nur Alleingelassene wählen sofort den Freitod. #Europa #Internet