Deutschland möchte mit Angola stärker in Friedensmissionen, humanitären Operationen, militärischen Ausbildungen und Austausch von Informationen arbeiten. Ein neues Abkommen soll Ende März im angolanischen Parlament ratifiziert werden.

Die Vereinbarung umfasst das Bundesministerium der Verteidigung von Deutschland und das angolanische Ministerium der Verteidigung. Es zielt darauf ab, einen umfassenden breiten Dialog zu vertiefen, um sicherzustellen, dass alle militärischen Angelegenheiten zwischen beider Länder sowie jegliche Informationen militärischer Art im gemeinsamen Interesse ausgetauscht werden.

Unter anderem sieht die Vereinbarung vor, dass alle zwei Jahre regelmäßige Treffen zwischen den militärischen Vertretern beider Länder stattfinden.

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Der Schwerpunkt wird auf Verteidigungspolitik, Ausbildung, Wartung von Friedensmissionen und humanitäre Rettungseinsätze gelegt. Aber auch medizinische Versorgung innerhalb der Streitkräfte soll nicht fehlen.

Es wird auch die Teilnahme der Militärs ermöglichen, als Beobachter bei gemeinsamen Manövern und militärische Übungen.

Diese Vereinbarung kam zustande nach mehreren Besuchen in Deutschland von den angolanischen General „João Lourenço“, der auch Verteidigungsminister seines Landes ist, und somit die Geburt eines Verständigungsmemorandum, die beide Regierungen im Jahr 2011 unterzeichneten.

Deutschland kann noch viel mehr beim militärischen Austausch beitragen

Die Deutsche und angolanische Kriegsmarine vollbrachten noch im Februar 2015 in der Nähe von Luanda eine gemeinsame Übung, die eine engere Zusammenarbeit zwischen beide Länder kennzeichnete.

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Die Übung wurde mit der Hilfe von vier deutschen Kriegsschiffen und drei angolanischen Kriegsfregatten vollbracht, um sich für die Bekämpfung der Piraterie im atlantischen Süden vorzubereiten.

Der deutsche Botschafter in Luanda Reiner Müller, verkündete mit Stolz, dass Deutschland jetzt auch im Bereich der Verteidigung einen afrikanischen Partner gefunden hat.

„Letztendlich müssen die Verteidigungsminister beider Länder die Entscheidungen treffen wie es weiter gehen soll, aber Deutschland ist in der Lage noch viel mehr beizutragen.“, so der deutsche Botschafter. #Fregatte #militär