An diesem Sonntag findet in #Frankreich die erste Runde der Präsidentschaftswahlen statt und die Kandidatin des rechtskonservativen Front National, Marine Le Pen, hat eine klare Ansage gemacht, was passiert wenn sie diese gewinnt.

"Gift der radikalen Islamisten muss ausgerottet werden"

Le Pen übte scharfe Kritik an dem Antiterrorkampf von Frankreich. Sie sagte, dass aufgrund von unzureichendem Kampf gegen Terror, das Risiko eines Anschlags bei 100 Prozent liegen würde. Am Mittwoch sagte sie in ihrer letzten Rede in Marseille vor Beginn der #Wahlen am Sonntag: "Das Gift der radikalen Islamisten muss ausgerottet werden"

Erst am Dienstag hatten die französischen Sicherheitskräfte zwei mutmaßliche Islamisten festgenommen.

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Die Beamten fanden in deren Wohnung ein regelrechtes Waffenarsenal und über drei Kilogramm hochexplosiven Sprengstoff. Laut dem Anti-Terror-Staatsanwalt stand ein Anschlag kurz bevor.

Massive Einwanderung ist ein Drama

Die Rechtskonservative machte sich dafür stark, dass ausländische Straftäter und Islamisten sofort aus Frankreich auszuweisen seien. Darunter würden auch jene Personen zählen, welche von den Behörden als Gefährder eingestuft werden. Auch sprach sie sich gegen die Masseneinwanderung nach Frankreich aus. So sagte sie, dass diese keine Chance für Frankreich sei, sondern ein Drama. Sie äußerte aber auch, dass bereits Zugewanderte, die sich den französischen Gesetzen anpassen, nichts zu befürchten hätten.

Le Pen kündigt bei Sieg "nationalen Aufstand" an

Wenn sie die Wahlen gewinne und Präsidentin Frankreichs werde, versprach sie ihren Wählern einen nationalen Aufstand in Frankreich.

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Jedoch werde dieser friedlich und demokratisch ablaufen, damit Frankreich so seine Bürger zurückbekomme. Zunächst würde sie als Präsidentin, Frankreich aus dem Schengener-Abkommen herauslösen. Da dieses die Grenzkontrollen zwischen den Staaten der EU abgeschafft hat. Sie forderte, dass Frankreich seine nationalen Grenzen zurückbekommen müsse. Derzeit könnten Terroristen, so wie es ihnen beliebt, quer durch Europa reisen. Die Souveränität Frankreichs, wurde laut Le Pen, an die "Technokraten in Brüssel" abgegeben. Zudem will sie den Euro wieder abschaffen und die Bürger des Landes über eine weitere Mitgliedschaft in der EU abstimmen lassen.

28 Prozent noch unentschlossen

Die Wahlen in Frankreich kann man als "Schicksalswahl für Europa" bewerten. Die Kandidaten liegen derzeit noch alle dicht beieinander.

Laut einer am Mittwoch herausgegeben Umfrage steht der Sozialliberale Emmanuel Macron bei 23 Prozent, die Rechtskonservative Marine Le Pen bei 22,5 Prozent, der konservative Kandidat Francois Fillon lag bei 19,5 Prozent, der Linke Jean-Luc Melenchon bei 19 Prozent. Mindestens 28 Prozent der Wähler sind immer noch unentschlossen.

Wenn am Sonntag in der der ersten Wahlrunde, wie bereits erwartet, kein Kandidat über 50 Prozent der Stimmen erhält, treffen die zwei stärksten Bewerber am 7. Mai in der entscheidenden Stichwahl aufeinander.