Eine Chronologie des Terrors, welcher Anfang 2015 begann und bis heute bereits über 150 Menschenleben gefordert hat. Wie lange wollen die Menschen noch so leben? Oder ist es für die meisten mittlerweile "Normalität" geworden so zu leben?

7. Januar 2015

Die beiden Islamisten Cherif und Said Kouachi töteten bei einem Angriff mit Schusswaffen auf die Satirezeitung "Charlie Hebdo" zwölf Menschen. Kurz darauf wurde für den Großraum um Paris eine Terrorwarnstufe herausgegeben. Die Sicherheitskräfte starteten eine großangelegte Fahndung nach den Attentätern. Nur einen Tag nach dem Anschlag erschießt der Islamist Amedy Coulibaly, einer der Tatbeteiligten bei dem Angriff auf "Charlie Hebdo", in einem Pariser Vorort eine Gemeindepolizistin.

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Am Tag darauf brachte er bei einer Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt vier Menschen um, bevor er von den Sicherheitskräften erschossen wurde. Cherif und Said Kouachi wurden ebenfalls von der Polizei erschossen. Insgesamt gab es 20 Todesopfer.

13. November 2015

Während des Fußball-Länderspiels zwischen #Frankreich und Deutschland in Paris, attackierten Islamisten die Konzerthalle Bataclan und mehrere Bars und Restaurants. Insgesamt töteten die Islamisten 130 Menschen. Drei Selbstmordattentäter sprengten sich am Stade de France in die Luft. In der Nacht der Anschläge verhängte der Präsident Francois Hollande den Ausnahmezustand in Frankreich.

13. Juni 2016

Nur wenige Tage nach dem Start der Fußball-EM in Frankreich ersticht ein Islamist im nahe Paris gelegenen Magnanville einen Polizisten und dessen Lebensgefährtin.

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In einem Video bekennt der später erschossene Angreifer sich zum Islamischen Staat.

3. Februar 2017

Ein Islamist attackiert am Pariser Louvre-Museum einen Soldaten einer Militärpatrouille. Dabei wird der Soldat leicht verletzt. Der Angreifer wurde durch Schüsse eines anderen Soldaten schwer verletzt.

18. März 2017

Der polizeibekannte und mehrfach vorbestrafte Ziyed Ben Belgacem greift auf dem Flughafen Orly bei Paris eine Soldatenpatrouille an. Im Süd-Terminal griff er eine Soldatin an, hielt ihr einen Revolver an den Kopf und bedrohte zudem zwei weitere Soldaten. Andere Soldaten erschossen den 39-Jährigen. Der Staatanwaltschaft zufolge, rief Belgacem bevor er schossen wurde, dass er für "Allah" sterben wolle.

21.04.2017

Kurz vor der ersten Runde der französischen Präsidentenwahl hat sich im Zentrum von Paris erneut ein islamistischer Terroranschlag ereignet. Der 39-jährige Angreifer erschoss einen Polizisten und verletzte noch zwei weitere, kurz darauf wurde er von den Sicherheitskräften erschossen.

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Bei dem Angreifer soll es sich um den 39 Jahre alten Franzosen Karim C., wie die französische Agentur AFP aus Ermittlerkreisen erfuhr.

Ermittler hatten den Islamisten schon länger im Visier. 2005 war er bereits wegen versuchten Totschlags zu einer fünfjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Damals hatte er den Angaben zufolge in Seine-et-Marne nahe Paris versucht, einen Polizisten, einen Polizeischüler sowie dessen Bruder zu töten.

Im Februar dieses Jahres nahm die Polizei ihn erneut fest. Der Vorwurf: Karim C. habe einen weiteren Mordanschlag auf Polizisten geplant. Aus Mangel an Beweisen kam er frei.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, Daesh) reklamierte die Tat nur kurze Zeit später für sich. Der Attentäter sei demnach ein Kämpfer des IS mit dem Namen „Abu Yussef der Belgier“. #Islam #Terrorismus