Wie die "Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten" berichten, hat die Polizei in Frankreich die Moschee eines radikalen islamistischen Predigers durchsucht. Der Vorwurf lautete, dass der Imam Rachid Abou Houdey Kinder indoktrinieren würde. Er erklärte den Minderjährigen, dass Musik vom Teufel höchstpersönlich erfunden worden sei.

„Wer Musik hört, wird von Allah in Schwein oder Affen verwandelt.“

Daraufhin haben die französischen Ermittler die Moschee in der nordwestlichen Hafenstadt durchsucht. Der radikale Imam Rachid Abou Houdeyfa hatte im Web ein Video hochladen lassen, dass ihn bei einer Predigt vor den Kindern zeigt. In dem Video ist zu sehen, wie er eine Gruppe von Jungs versucht zu beinflussen.

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Houdeyfa fragt die Minderjährigen, ob diese denn Musik mögen. Der Großteil von ihnen beantwortet die Frage mit Ja, einige der Kinder geben zudem an, dass sie selber lernen ein Instrument zu spielen.

Musik ist die Stimme die Teufels

Darauf erläutert der Imam in drohender Art und Weise, dass der Teufel die Musik erfunden hat. Weiter droht der radikale Prediger den Kindern, dass „Wer Musik hört, wird von Allah in Schwein oder Affen verwandelt.“ Eine besondere Ausgeburt des Teufels seien Sängerinnen, so Houdeyfa. Den Jungs erklärte der Imam, dass die Musik die Stimme des Teufels sei, sie sollen damit aufhören Musik zu hören und es auch unterlassen das musizieren zu erlernen.

Video hatte für den Imam keine Folgen

Laut "La Telegramme", sorgte das Video in #Frankreich kurzzeitig für Aufregung.

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Jedoch hatte es keine Konsequenzen für den radikalen Prediger.

Der Imam distanzierte sich danach ziemlich schnell von den Anschlägen in Paris, wo es die meisten Todesopfer bei einem Rock-Konzert in dem Club "Bataclan" gegeben hatte. Jedoch man könne nach seiner Predigt nicht erwarten, dass die Kinder in Zukunft einmal ein Konzert besuchen, um sich dort die Musik anzuhören oder gar zu tanzen.

Moschee bleibt geöffnet

Das islamisch-kulturelle Zentrum in Brest gab keine Stellungnahme zu den Äußerungen von Houdeyfa ab.

Die besagte Moschee wurde zwischen 3.00 Uhr und 6.00 Uhr durchsucht , so der zuständige Ermittler, gegenüber der französischen Nachrichtenagentur "AFP". Den Ermittlern zufolge, ging es bei der Durchsuchung der Moschee lediglich um "Überprüfungen“. Auch wurde keiner verhaftet. Das islamische Gotteshaus, in dem Houdey predigte, bleibt trotz der Vorfälle weiterhin geöffnet. #Islam