Nach Terroranschlag demonstrieren Linksaktivisten in der schwedischen Hauptstadt gegen Rassismus

Am Samstagabend haben das schwedische Rote Kreuz und die Organisation "Refugees Welcome" eine Demonstration aufgrund des Terroranschlags in Schweden organisiert. Laut den Veranstaltern soll die Veranstaltung ein Protest gegen Rassismus sein.

Zuvor hatten auf Facebook über 150 Personen ihre Teilnehme zugesagt. Die Initiatorin Hanna Jerndal äußerte gegenüber dem schwedischen Nachrichtensender "SVT", dass sie auf noch mehr Teilnehmer hoffe. Man würde sich zwar vom #Terror distanzieren, aber laut der Veranstalterin sei eine "Aktion gegen Hass und Rassismus" jetzt sehr wichtig.

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Die Organisatoren der Veranstaltung befürchten, da es sich bei dem Attentäter um einen nach Schweden eingewanderten Muslim handelt, ein auflammen von Rassismus. Hanna Jerndal sagte gegenüber "SVT", Wir stehen zusammen gegen Gewalt, aber auch gegen Hass und Rassismus, der nach solchen Vorfällen meistens entsteht"

Polizei will sich nicht zu der Nationalität des Attentäters äußern

Bei einer Pressekonferenz die am Freitagabend stattfand wollte sich die schwedische Polizei nicht zur Nationalität des verhafteten Terrorverdächtigen äußern.

Der Vize-Chef der Polizei von Stockholm, Jan Evensson, bestätigte bei dem Pressetermin, dass der mutmaßliche Attentäter an dem Abend festgenommen wurde. Laut dem Polizeichef wurden die Sicherheitskräfte auf den Mann aufmerksam, da er sich in der Nähe des Tatortes "seltsam bewegt" habe.

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Jan Evensson sagte, er hätte sich nicht normal verhalten. Die Journalisten fragten den Vize-Polizeichef, ob der Mann die gleiche Person ist, wie die welche auf dem Fahndungsfoto gesucht wurde. Darauf antwortete Evanson, er stimme mit der Beschreibung überein.

Darauf fragte ein Journalist, ob der Festgenommene denn eine "schwedische Person" sei. Dazu wollte sich Evanson aber nicht äußern. Laut dem schwedische Nachrichtendienst Säpo war der Vorfall ein "vollendeten Terroranschlag". Man habe deswegen "alle verfügbaren Ressourcen mobilisiert", sagte Säpo-Chef Johan Olsson.

Nach dem LKW-Anschlag hat die schwedische Polizei den mutmaßlichen Täter als einen 39-jährigen Usbeken identifiziert. Ob der Mann einen Komplizen gehabt habe, sei weiter unklar, so Polizeipräsident Dan Eliasson.

Am Freitagnachmittag ist der Mann einen Lkw in einer Einkaufsstraße in eine Menschenmenge und anschließend in ein Kaufhaus gefahren haben. Vier Menschen kamen dabei ums Leben, 15 wurden verletzt. #Islam #Flüchtlinge