Am Montag sind bei mindestens einer Explosion in der St. Petersburger Metro mindestens zehn Menschen getötet und etwa 50 verletzt worden. Dies bestätigte ein Sprecher der russischen Regierung. Mittlerweile wurden die U-Bahnhöfe in der Millionenmetropole gesperrt.

Mindestens eine Explosion

Laut "Sputnik", die sich auf russische Medien berufen soll es zu zwei Explosionen in den Stationen "Sennaja Ploschjad" und "Technololitschekji Institut" gekommen sein. Der russische Präsident Putin soll sich zu dem Zeitpunkt der Explosionen in einem Vorort der Stadt aufgehalten haben. Er sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus und versicherte, dass Justiz und Spezialdienste alles tun werden, um die Ursachen des Vorfalls zu ermitteln.

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Kein Selbstmordattentäter

Laut der Agentur Interfax handelte es sich womöglich um eine Schrapnellbombe, die in einem Zug zwischen zwei Bahnstationen gezündet wurde. Laut Behörden beträgt die Sprengkraft 200 bis 300 Gramm. Die Bombe soll mit Metallteilen bespickt gewesen sein.

Den ersten Erkenntnissen nach soll es sich um keinen Selbstmordattentäter gehandelt haben. Platziert wurde der Sprengsatz in dem Wagen. Zudem wurde laut Interfax ein weiterer, nicht explodierter Sprengsatz gefunden.

Detonationen auf mindestens zwei Bahnhöfen

Laut der Agentur RIA heißt es, dass es mindestens zwei Detonationen in zwei Bahnhöfen gegeben haben. Rettungskräfte bestätigen, dass es in zwei Metro-Zügen Explosionen gegeben habe.

Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar. In der Vergangenheit hatte es mehrere Anschläge auf die U-Bahn in Moskau mit zahlreichen Toten gegeben.

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Diese wurden in der Regel von islamistischen Terroristen aus Tschetschenien begangen. In St. Petersburg kam es bisher zu keinen Anschlägen.

Der russische Generalstaatsanwalt sprach im Zusammenhang mit der Tat von einem Terroranschlag.

Metro-Stationen in Moskau gesperrt

Wie "Sputnik" berichtet, wurden in der Hauptstadt Moskau drei U-Bahn-Stationen aufgrund verdächtiger Gegenstände gesperrt, dies berichten örtliche Behörden. #Terror #Kriminalität #Russland