Laut dem "Welt"-Schreiberling Sascha Lehnartz, ist der Pariser Anschlag vom Donnerstag, bei dem ein Polizist erschossen und zwei weitere Polizisten sowie eine deutsche Touristin verletzt wurden, ein "mörderisches Geschenk" für die rechtskonservative Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen.

Hat Le Pen das größte Wahlkampfgeschenk gemacht

Weiter führt der "Welt"-Journalist aus, dass was immer den Attentäter dazu gebracht hat an dem Abend auf dem Champs-Élysées um sich zu schießen, er hat damit "Marine Le Pen vermutlich das größtmögliche Wahlkampfgeschenk gemacht“. So der selbsternannte Journalist Lennartz in seinem Artikel „Ein mörderisches Geschenk für Marine Le Pen“, welcher am Freitagnachmittag veröffentlicht wurde.

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Auch scheint bei der "Welt" nicht die größte Sorge zu sein ob weitere Anschläge stattfinden könnten oder wie es den Opfern geht, sondern die Frage: "Könnte der Front National von dem Anschlag profitieren", treibt die Journalisten um.

So scheint der Mainstraim-Journalismus mittlerweile auf dem Stand angelangt zu sein, dass Täter und Opfer nur noch zweitrangig sind, sondern das Hauptinteresse der Frage gilt: "Wer profitiert von einem Anschlag?" Das ist gelinde gesagt, grotesk und abartig.

Unpassenderer Vergleich kaum möglich

In dem Artikel bringt der Journalist oder wohl besser Aktivist seine Meinung über Le Pen auf den Punkt und nutzt den Anschlag aus, um Stimmung gegen die Politikerin zu machen. Der gewählte Geschenke -Vergleich könnte wohl unpassender nicht sein und ein Schlag in das Gesicht der Opfer sowie der Angehörigen.

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Wenn man so denkt wie ein Herr Lennartz, dann war die Atomkatastrophe von Fukushima mit 18.500 Toten, ja ein Geschenk wie Weihnachten und Ostern zusammen, für die Grünen. Denn die Ökos konnten danach mit ihrem Anti-Atom-Kurs bei den Wählern punkten.

Die "Zeit" schrieb am 26. März 2011: "Rekord-Umfragewerte, Debatten über einen grünen Kanzlerkandidaten, der erste grüne Ministerpräsident: 2011 war das erfolgreichste Jahr in der Geschichte der Grünen. Wie keine andere Partei profitierte die Anti-Atom-Partei vom Reaktorunglück im japanischen Fukushima im März 2011.

Am Donnerstagabend hatte ein Islamist eine Polizeipatrouille auf dem Boulevard Champs-Élysées mit einer Schusswaffe attackiert. Ein 37-jähriger Polizist kam dabei ums Leben. Der Angreifer lief danach weiter und schoss auf weitere Sicherheitskräfte. Dabei wurden zwei schwer verletzt. Der Angreifer wurde kurz darauf erschossen. Der Islamische Staat reklamierte den Anschlag für sich. #Terror #Terrorismus #Frankreich