Die von psychischen Erkrankungen verursachten Fehltage erreichen einen neuen Höchststand. Dies geht aus dem DAK-Gesundheitsreport hervor. Fehltage aufgrund von Depressionen sind damit so hoch wie nie.

Zahlen der Krankenkasse DAK zufolge, verursachen bei Arbeitnehmern psychische Erkrankungen immer mehr Fehltage. Auf Depressionen, Angststörungen und andere psychische Leiden entfielen demnach 2014 von allen Ausfalltagen 17 Prozent. Dies teilte die DAK in der letzten Woche mit. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einen Anstieg um knapp zwölf Prozent. Auf der Fehltage-Statistik erreichen diese Diagnosen damit erstmals den zweiten Platz. Noch mehr Krankheitstage verursachen nur noch Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems wie beispielsweise Rückenschmerzen. In wie vielen Fällen diese allerdings auch psychosomatisch bedingt sein könnten, darüber sind sich Experten nach wie vor uneinig.

Depressionen so verbreitet wie noch nie zuvor

Alleine auf Depressionen entfielen im letzten Jahr 112 Ausfalltage auf einhundert DAK-Versicherte. Die Zahl war damit so hoch wie noch nie zuvor und bedeutet eine Verdopplung innerhalb der letzten zehn Jahre. Dem Vorstandschef der DAK-Gesundheit zufolge ist demnach "das Bewusstsein und die Sensibilität für psychische Leiden sowohl bei den Ärzten als auch bei den Patienten gestiegen".

Auch die Techniker Krankenkasse (TK) wartet mit ähnlichen Zahlen auf. Dem "Depressionsatlas" zufolge stiegen auch bei den TK-Versicherten die Fehltage durch Depressionen massiv an und sind mittlerweile der zweithäufigste Grund für eine Krankmeldung.

Krankenstand insgesamt leicht gesunken

Insgesamt ist der Krankenstand der DAK-Versicherten im vergangen Jahr aber leicht gesunken. Waren es im Vorjahr noch 51 Prozent, so meldeten sich 2014 noch 48 Prozent der erwerbstätigen DAK-Versicherten krank. Den höchsten Krankenstand weisen der Auswertung zufolge die Branchen Gesundheitswesen, Verkehr, öffentliche Verwaltung, Kurierdienste und Lagerei auf.

Für den DAK-Gesundheitsreport wurden von insgesamt 2,7 Millionen erwerbstätigen Versicherten die Daten ausgewertet. Die Analyse führt das IGES Institut durch. #Depression