Zucker: Unsere süße Leidenschaft

Die meisten Menschen mögen Zucker. Wahrscheinlich liegt die Ursache hierfür in unseren Genen, die Vorliebe für süße Nahrung scheint angeboren zu sein.

Glucose ist ein notwendiger Bestandteil unseres Blutes und unser ständiger Begleiter. Zucker gibt uns schnell Energie, wenn wir uns müde und schlapp fühlen.

Natürliche Süße finden wir in allerlei Obst und Gemüse, welches nachweislich sehr gut für unsere #Gesundheit und das Wohlbefinden ist.

Dass zu viel Zucker den Zähnen schadet, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. In der letzten Zeit hört man aber vermehrt, dass (raffinierter) Zucker unserer Gesundheit mehr schadet als gut tut. So soll er Hyperaktivität und Depressionen auslösen oder verstärken können und für Übergewicht und Diabetes verantwortlich sein. Selbst ein Zusammenhang mit dem Wachstum von Krebszellen wird mittlerweile vermutet.

Kein Wunder, daß immer mehr Menschen versuchen ihren Zuckerkonsum zu verringern. Allerdings wird uns das nicht immer einfach gemacht.

Zucker ist nicht gleich Zucker

Saccharose ist die offizielle Bezeichnung für Haushalts- und Kristallzucker. Saccharose gehört zu den Kohlehydraten und ist ein Disaccharid, das sich aus Glucose (auch als Traubenzucker oder Dextrose bekannt) und Fructose (Fruchtzucker) zusammensetzt.

Die Lebensmittelindustrie verwendet gerne Zucker (welcher Art auch immer) um Produkte geschmacklich aufzuwerten und den Absatz zu steigern. Was besser schmeckt, wird häufiger gekauft. Das Zusetzen von Zucker verlängert außerdem die Haltbarkeit von Produkten.

Oft finden wir die Bezeichnung Fruchtsüße als Zutat in Lebensmitteln. Das klingt nach natürlicher Süße aus Früchten, sie besteht aber aus nichts Anderem als Glucose und Fructose, ist also mit handelsüblichem Zucker vergleichbar.

Andere gängige zugesetzte Zucker in Produkten sind zum Beispiel Stärkezucker wie Glucose- oder Stärkesirup und Glucose-Fructosesirup. In biologisch erzeugten Produkten finden wir häufig Honig, Dicksäfte, Trauben- und Apfelsaftkonzentrate als zugesetzte Süßmittel.

Echte Zuckerbomben im Supermarkt

Wer seinen Zuckerkonsum einschränken möchte, sollte also extra gut aufpassen. Das Verzeichnis der Zutaten liefert uns Hinweise darüber, ob einem Produkt Zucker zugesetzt wurde oder nicht. Aber wie viel ist denn nun genau drin? Hier hilft ein Blick in die Nährwerttabelle.

Natürlich liegen Produkte der Süßwaren-Abteilung und gezuckerte Getränke beim Zuckergehalt ganz vorn, aber überraschenderweise werden sie dicht gefolgt von Produkten, die eher als "herzhaft" oder selbst "gesund" und "leicht" bezeichnet werden.

So ist es sehr schwierig Aufschnitt und Wurstwaren zu finden, denen keinerlei Zucker zugesetzt wurde. Manche Salatsoßen enthalten mehr Zucker als ein Apfelstrudel. Auch in Ketchup und Tomatenprodukten steckt meist viel mehr Extra-Süße, als man erwartet.

Gesundheitsbewusste Zuckersparer sehen also lieber genau hin und nehmen sich etwas mehr Zeit im Supermarkt, um ihre Lieblings-Produkte unter die Lupe zu nehmen. #Lebensmittel