Wie jedes Jahr um diese Zeit werden die Wiesen bunter, die Tage länger und wärmer. Die ersten Wirtshäuser stellen ihre Tische ins Freie. Und obwohl die steigende Anzahl an Sonnenstunden den meisten Menschen sehr willkommen ist, erfasst viele gerade in den ersten Frühlingstagen eine starke Antriebslosigkeit.

Symptome und Prävention

Frühjahrsmüdigkeit wird im Duden als "allgemeine körperliche Abgespanntheit im Frühjahr" definiert. Sie zeichnet sich u.a. durch verringerte Leistungsbereitschaft, Müdigkeit trotz ausreichend Schlaf, Wetterfühligkeit, Kreislaufschwäche, Gereiztheit und Gliederschmerzen aus. Die Symptome können in unterschiedlichen Variationen auftreten und sind nicht bei jedem gleich stark ausgeprägt.

Jürgen Zulley, Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg, berichtete in der Apotheken-Umschau, dass Bewegung essentiell ist, um diesen apathischen Zustand zu bekämpfen. Man sollte sich an die steigenden Temperaturen und das Tageslicht gewöhnen. "Am besten hilft Sport", so Zulley. "Auch leichte Bewegung wie ein Spaziergang lohnt sich schon."


Warum der Frühling uns einschläfert

Der Auslöser für die Frühjahrsmüdigkeit ist, wie der Name schon andeutet, der Klimawechsel. Das Phänomen tritt meist ab Mitte März bis circa Ende April auf. Ein Grund dafür ist, dass sich die Blutgefäße bei steigenden Temperaturen weiten. Dies führt naturgemäß zu einem niedrigen Blutdruck, welcher Müdigkeit verursachen kann.

Außerdem spielt die Umstellung des Hormonhaushaltes eine nicht unwesentliche Rolle. Nach dem Winter ist die Konzentration von Melatonin (dem "Schlafhormon") besonders hoch. Wenn die Tage länger werden wird dieses allerdings verstärkt durch Serotonin ersetzt. Diese Anpassung ist anstrengend, der Körper will sich erholen.

Was es zusätzlich zu beachten gilt

Wer bereits für nächstes Jahr vorsorgen will, dem sei regelmäßiger Sport und gesunde Ernährung empfohlen. Univ.-Prof. Zulley: "Je fitter man ist, desto besser kommt man meistens mit dem Klimawechsel klar." Zu den am häufigsten betroffenen Mensch zählen diejenigen, die von Haus aus einen niedrigeren Blutdruck haben oder besonders wetterfühlig sind.

Aber Achtung: Wenn die Symptome nicht nur auf die wenigen Wochen der Saisonumstellung begrenzt sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Wer sich nämlich über einen längeren Zeitraum hinweg schlapp fühlt, könnte an Krankheiten wie etwa Schilddrüsenunterfunktion oder #Depression leiden. #Gesundheit