Jeder kennt die Glimmstängel. Bei Gefäßerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenerkrankungen steht als Ursache das Rauchen an vorderster Stelle. Weitere Risikofaktoren sind beispielsweise Bluthochdruck, mangelnde Bewegung oder Übergewicht. Vor zwei Tagen fand in Geislingen das fünfte Arzt-Patienten-Forum statt und fast 150 Gäste waren anwesend. Unter den Referenten war Professor Dr. Liewald, welcher auf das Thema "Rauchen" zu sprechen kam. Dieser verdeutlichte anhand eines gravierenden Beispiels die Folgen des Rauchens. Dr. Liewald ließ die Gäste folgendes wissen: "Jeden Tag sterben 300 Menschen weltweit des Rauchens wegen, das entspricht einem täglichen Flugzeugabsturz eines voll besetzten Jumbojets". Ein sehr drastisches Beispiel, da er das Rauchen sozusagen mit dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen verglich. Dass Rauchen gefährlich und absolut gesundheitsschädigend ist, ist jedem bekannt. Trotz der Warnungen auf jeder einzelnen Schachtel, schaffen es viele Menschen nicht, damit aufzuhören. Seit längerer Zeit schon gibt es nun den Trend der E-Zigarette und E-Shisha. Weiterhin steigt die Tendenz stark, und vor allem greifen immer mehr Jugendliche zur E-Zigarette oder E-Shisha. Medienberichten zufolge kennen nur sehr wenige die Gesundheitsrisiken. Ende des Jahres 2014 waren es ungefähr 2 Millionen Deutsche, die die verdampfende Flüssigkeit regelmäßig konsumierten.

Union will neues Gesetz einführen

Bei E-Zigaretten oder E-Shishas handelt es sich nicht um "Tabakwaren", weshalb das geltende und momentane Abgabe- und Rauchverbot in dieser Hinsicht nicht angewendet werden kann. Daher will die Union nun durchsetzen, dass ein neues Gesetz speziell den Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas kontrolliert und in Grenzen hält. Marcus Weinberg, ein Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, nahm zu diesem brisanten Thema Stellung, so "finanznachrichten.de". Weinberg erläuterte: "Elektronische Zigaretten und elektrische Shishas, bei denen eine Nikotinlösung eingeatmet wird, sind wegen des Suchtstoffs und Nervengifts Nikotin mit Gesundheitsrisiken verbunden. Sie wurden als Produkt für Raucher entwickelt, die sich das Rauchen entweder ganz abgewöhnen, bzw. ihr persönliches Risiko reduzieren wollen. Sowohl E-Zigaretten als auch E-Shishas gehören schon aus diesen Gründen nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Kinder und Jugendliche durch den derzeit erlaubten Erwerb von E-Zigaretten dem Rauchen grundsätzlich nähern oder sich gar an das Rauchen gewöhnen und auf diese Weise süchtig werden. Alles andere als ein gesetzliches Verbot der Abgabe von E-Zigaretten und E-Shishas wäre nicht zu erklären und widerspricht zudem unserem Präventionsgedanken, den Einstieg in das Rauchen zu verhindern." Nach Angaben von "finanznachrichten.de" soll schon in Kürze ein Entwurf zu dem neuem Gesetz beim Bundesministerium vorliegen. Wie steht es also um die E-Zigarette? Ist sie gesünder als die herkömmliche Zigarette?

Gesundheitsrisiken und mangelnde Qualitätssicherung

Die meisten Flüssigkeiten, welche nach Belieben in die E-Zigarette gefüllt werden können, enthalten, wie die normale Zigarette, Nikotin. Daher gelten die gleichen Risiken der Zigarette auch für die E-Zigarette. Das Nikotin ist jedoch viel mehr der Wirkstoff, der für die Suchterzeugung zuständig ist. Die Gesundheitsschäden entstehen folglich durch die vielen anderen Inhaltsstoffe. Ein weiterer Stoff, der in der E-Zigarette enthalten ist, ist Propylenglycol. Medienberichten zufolge ist dieser Zusatzstoff harmlos, da er auch in Zahnpasta, Salben oder Hautcremes zu finden ist. Jedoch fehlen zu Propylenglycol dringend notwendige Langzeitstudien. Ebenfalls wurde dieser Zusatzstoff bisher nur bei normalen Temperaturen getestet. Wie sich diese Substanz bei deutlich höheren Temperaturen auswirkt und wie der menschliche Stoffwechsel dadurch beeinflusst wird, ist noch unbekannt. Das Nichtwissen und all die verschiedenen Meinungen und Spekulationen über die E-Zigarette oder E-Shisha bedeuten also Vorsicht und Risiko! Des Weiteren wird in den Medien berichtet, dass die meisten Flüssigkeiten, auch E-Liquide genannt, in China produziert werden. Dort unterliegen die Nachfüllflüssigkeiten keiner Qualitätssicherung oder Kontrolle. Somit ist naheliegend, dass die E-Liquide durch sämtliche Bakterien oder Viren verunreinigt sein könnten. Wie schwerwiegend die gesundheitlichen Schäden durch die E-Zigarette wirklich sein können, ist immer noch umstritten. Es ist also am besten, wenn man gar nicht erst damit anfängt.

Foto: Michael Dorausch / Flickr.com - Lizenziert unter CC BY-SA 2.0 via Wikimedia Commons. #Gesundheit