Der Konsum von mindestens vier Tassen Kaffee pro Tag kann das Risiko für die Erkrankung an einem malignen Melanom verringern. Dies zeigte ein amerikanisches Forscherteam in einer, im Januar dieses Jahres, veröffentlichten Studie. Das maligne Melanom, auch als schwarzer Hautkrebs bekannt, ist ein bösartiger Tumor und die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit. Das Risiko, an einem malignen Melanom zu erkranken, ist regional unterschiedlich. Hautfarbe und Intensität der UV-Strahlung sind entscheidende Faktoren für das Auftreten der Krankheit.

Die Forscher um Erikka Loftfield vom National Cancer Institute untersuchten Daten von 447.357 Studienteilnehmern zwischen 50 und 71 Jahren. Sie konnten ein, um 20% reduziertes Risiko, für ein malignes Melanom bei mehr als vier Tassen Kaffee pro Tag, verglichen zu Teilnehmern, die keinen Kaffee tranken, nachweisen. Der positive Effekt zeigte sich jedoch nicht mit koffeinfreiem Kaffee. Verschiedene Studien, die den Zusammenhang von Tumorerkrankungen und Kaffeekonsum in der Vergangenheit untersuchten, wiesen auf einen positiven Effekt, weiterer im Kaffee enthaltener Pflanzenstoffe, hin. Dies lässt ein Zusammenspiel von Koffein mit anderen Stoffen vermuten.

Faktoren wie Alkohol- und Zigarettenkonsum, der Body-Mass-Index (BMI), die körperliche Aktivität, Tumorerkrankungen in der Familie und die Belastung durch UV-Strahlung am Wohnort berücksichtigten die Forscher bei ihrer Auswertung. Allerdings gingen in die Datenanalyse eine Reihe bekannter Risikofaktoren für ein malignes Melanom nicht ein. So wurden eine helle Haut- und Haarfarbe ebenso wenig berücksichtigt wie Sommersprossen, eine genetische Veranlagung oder die individuelle UV-Bestrahlung, beispielsweise durch Sonnenbäder.

Bei anderen Krebserkrankungen wie beispielsweise Darmkrebs, Leberkrebs oder Tumoren der Gebärmutterschleimhaut konnten verschiedene Studien der vergangenen Jahre ebenfalls einen positiven Effekt von Kaffee zeigen. Regelmäßiger Kaffeekonsum verringerte nach Meinung der Forscher das Risiko für diese Erkrankungen. Problematisch ist jedoch häufig die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Studien. Die gesammelten Daten der Studienteilnehmer variieren stark und die Kaffeemengen sind nicht immer genau angegeben. Weitere Untersuchungen könnten Aufschluss geben, inwiefern Kaffee tatsächlich das Risiko für Tumorerkrankungen senken kann und welche Inhaltsstoffe hierfür verantwortlich sind. In jedem Fall ist Kaffee nur einer von vielen Faktoren, die auf die #Gesundheit Einfluss nehmen.