Man erhält sie, vor allem Kresse und Sojasprossen, schon gekeimt in den Supermärkten, aber günstiger kommt es, wenn man sie selber anpflanzt. Die selbst angebauten Sprossen sehen zwar oft nicht so gut aus, wie die gekauften, sind aber dafür frisch. In einem Salat, in einer Gemüsepfanne oder einfach auf einem Butterbrot bringen sie Frische und Geschmack.

Für die eigene Sprossen- bzw. Grünkrautzucht benötigt man nicht viel. In Bioläden findet man spezielle Keimgläser und -schalen, sowie die geeigneten Samen samt Anbauanleitung und Keimzeit - für gewöhnlich nicht mehr als einige Tage. Ein altes Marmeladen- oder Gurkenglas mit Deckel, den man mit Löchern versehen hat, kann als Alternative zum Keimglas verwendet werden. Statt einer Keimschale kann auch ein Teller, der mit Küchenrolle ausgelegt ist, genutzt werden.

Die Sprossenzucht

Für die Sprossenzucht ist es fundamental die Samen für einige Stunden, besser noch über Nacht in kaltes Wasser zu geben. Nur so können sie zum Keimen angeregt werden. Nach dem Einweichen das Wasser abgießen und die Samen einige Male mit frischem Wasser spülen.

Nach dem Einweichen sollten die Samen nun mehr befeuchtet werden. Die Gläser sollten zweimal täglich mit Wasser durchgespült werden, am besten einmal morgens und einmal abends. Wichtig ist es, sie wieder mit dem Deckel nach unten hinzustellen, damit das überschüssige Wasser ausfließen kann, und um somit Schimmelbildung zu verhindern.

In den ersten zwei bis drei Tagen sollte man das Glas mit einem Tuch bedecken, um die natürliche Keimung, die normalerweise unter der Erde stattfindet, zu simulieren. Auch danach darf man die Sprossen nie ins direkte Sonnenlicht stellen. Sie sollten zudem immer warm gehalten werden, zwischen 18 und 22 Grad ist es optimal.

Die Grünkrautzucht

Wie bereits erwähnt, sind Keimschalen in den meisten Biogeschäften erhältlich, aber wer sich den Weg ersparen will, greift auf einen Teller mit Küchenrolle zurück. Für diese Art der Keimung eignen sich Kresse, Senfsamen, aber auch Buchweizen.

Kresse und Senfsamen müssen vorher nur abgespült werden. Bei Buchweizen empfiehlt es sich, sie über Nacht in Wasser einzulegen, da sie eine harte Schale besitzen. Zu beachten ist, dass die Samen nicht zu nahe zusammen liegen, da sie dadurch verschimmeln können. Auch hier sollten die Samen zweimal täglich mit Wasser versorgt werden. Es reichen ein paar Sprüher mit einem Wasserzerstäuber.