März 2015 - durch laute und anormale Atemgeräusche wird die Freundin eines 25-jährigen jungen Mannes mitten in der Nacht geweckt. Geistesgegenwärtig alarmiert sie den Rettungswagen und handelt nach den Anweisungen zur Reanimation des Leitstellenmitarbeiters. 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen. Kurze Zeit später erreicht das #Notarzt-Team den Notfallpatienten und übernimmt dessen Behandlung. Bis zu diesem Zeitpunkt funktioniert die Rettungskette noch den Vorschriften entsprechend. Die Entscheidung des Notarztes, den Patienten in das nächstgelegene, mit der erforderlichen Station ausgestattete Krankenhaus zu transportieren, wird aber von der Leitstelle nicht genehmigt. Der Grund dafür: Es seien keine freien Betten verfügbar. Auch das zweite Krankenhaus nimmt, aus dem gleichen Grund den Patienten nicht auf. Als letzte Möglichkeit bleibt nur das Anfahren eines 40 Minuten entfernten Krankenhauses. Die Folgen für den 25-jährigen Patienten sind gravierend, er verliert den Kampf um sein Leben.

Verpflichtende Hilfe für Jeden

So schockierend es ist, handelt es sich hierbei nicht um einen Einzelfall. Immer wieder wurden Patienten in den vergangenen Monaten und Jahren abgewiesen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Im Kurier ist über einen Patienten berichtet worden, der wegen fehlender Ausstattung von einem Krankenhaus abgewiesen wurde. Der Standard berichtete 2012 über eine Schwangere mit plötzlich aufgetretenen Blutungen. Sie wurde abgewiesen, da sie sich nicht als Notfall angemeldet hätte. Die Krankenhäuser wiesen die Vorwürfe zurück.

Im Fall des 25-jährigen Patienten prüft nun der Patientenanwalt, ob es nicht doch eine Möglichkeit gegeben hätte den jungen Mann aufzunehmen und ihm so das Leben zu retten.

Letztendlich bleibt also nur die Hoffnung, dass sich derartige menschliche Katastrophen zukünftig vermeiden lassen, indem sämtliche, in solchen Fällen zusammenarbeitende Organisationen und deren Mitarbeiter mehr den Leitsprüchen der Versorgungseinrichtungen "Aus Liebe zum Menschen" und "Hilfe von Mensch zu Mensch" - um nur die, der größten freiwilligen Organisationen zu nennen - folgen. #Gesundheit