Weil sich Oma Annegrets jüngste Tochter, 9 Jahre, ein Geschwisterchen wünschte, ließ sich die Grundschullehrerin aus Berlin in den vergangenen anderthalb Jahren mehrfach im Ausland durch eine Eizellen- und Samenspende künstlich befruchten. Bei der letzten Behandlung wurden der Mutter von 13 Kindern, vier befruchtete Eizellen eingesetzt. Diese Behandlung schlug an – mit außergewöhnlichen Folgen. Sie wurde schwanger! Eine Reduktion - so nennt man einen Schwangerschaftsabbruch bei Mehrlingsschwangerschaften - kam für Annegret nicht in Frage. Seither wird die werdende Mutter von verschiedenen Ärzten betreut.

Annegret Raunigk wird zum Schutz ihrer Familie konsequent abgeschottet. Nur einem TV-Team wurde der Zugang gewährt. So wird ab heute immer montags, das RTL-Magazin „EXTRA“, ab 22.15 Uhr, den Werdegang der Mutter begleiten. Moderatorin Birgit Schrowange durfte als einzige Pressevertreterin die werdende Mutter in deren Berliner Zuhause besuchen. Matthias Bolhöfer, RTL Pressesprecher, gibt erste Details aber schon kurz vor der Ausstrahlung heraus. Auf die Frage nach den moralischen Bedenken, erklärt die 7-fache Oma: „Wie muss man mit 65 sein? Man muss ja offensichtlich immer irgendwelchen Klischees entsprechen. Was ich ziemlich anstrengend finde. Ich finde, das muss man für sich selber entscheiden. Und man sollte sich meiner Meinung nach auch nicht zu viel von anderen Leuten einreden lassen. Die können es ja halten wie sie wollen und ich halte es, wie ich es für richtig halte.“

Bis jetzt verläuft die Schwangerschaft ohne größere Komplikationen, Annegret Raunigk fühlt sich nach eigenem Bekunden fit. Und wenn auch weiterhin alles gut geht, wird die Russisch - und Englischlehrerin noch in diesem Sommer ihre Kinder 14, 15, 16 und 17 zur Welt bringen und wäre damit die älteste Vierlingsmutter der Welt. RTL wird Annegret auch über den Gedanken an die erzieherischen Herausforderungen mit Vierlingen in fünf Jahren, wenn ihre derzeit jüngste Tochter in die Pubertät kommt, befragen. „Angst habe ich eigentlich nicht. Ich gehe einfach davon aus, dass ich gesund und fit bleibe", sagt die werdende Mutter. "In Sachen Organisation habe ich genug Erfahrung, das ist für mich ja nicht neu. Ich fand übrigens meine Söhne in der Pubertät recht unkompliziert, die waren eher danach komplizierter. Und die Mädchen waren teilweise anstrengend.“

Im exklusiven Interview fragt RTL die Berlinerin weiter, was sie über ein mögliches Gerede in der Nachbarschaft denke. „Ich denke, wenn jemand über andere nur tratscht und quatscht, dann hat er selber kein interessantes Leben und deshalb stört mich das nicht weiter.“ Moderatorin Birgit Schrowange sieht das alles nicht ganz so einfach und macht sich nach dem Interview so ihre Gedanken. Sie habe bei der Begegnung mit Annegret Raunigk eine intelligente und sehr sympathische Frau erlebt. "Für mich als 56-jährige Mutter, die selber einen gerade pubertierenden Sohn großzieht, ist es schwer vorstellbar, wie diese Vielfachmutter nun im Großmutteralter nochmals Vierlinge bekommen will. Ich frage mich auch, wie sie den Bedürfnissen ihrer heranwachsenden Kinder gerecht werden kann. Zumal die Kinder auch keinen Vater haben werden.“ 

Auch aus medizinischer Sicht könnte die Geburt der Vierlinge ein Kraftakt werden. Dr. Kai Hertwig, Frauenarzt von Annegret Raunigk: „Bisher macht die Schwangerschaft keinen Unterschied zwischen dem Körper einer Jüngeren oder Älteren. Vierlingsschwangerschaften sind immer eine hohe Belastung. Wir gucken natürlich auch internistisch, dass das Herz-Kreislaufsystem, auch das ältere Herz-Kreislaufsystem das alles mitmacht." Der Mediziner räumt gegenüber RTL abschließend ein: "Erfahrungen haben wir alle wenig bis gar nicht mit so einer Schwangeren in dem Alter." Zurzeit läuft die Schwangerschaft aber noch ohne komplikationen.

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