Das Thema Vegane Ernährung ist längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Viele Menschen interessieren sich für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung und somit rücken Pflanzenkost und die dafür benötigten Rezepte immer mehr in den Fokus deutscher Haushalte. Die folgenden fünf Empfehlungen zeigen, dass nicht immer der Name "Attila Hildmann" auf dem Buchdeckel prangen muss, wenn es um die vegane Küche geht.

Vegan Daily von Surdham Göb

Was? Egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendmahl. Mit 90 nach Jahreszeiten unterteilten Rezepten, ein wenig Planung und Vorbereitung, wird vegane Küche in den Alltag integriert.

Wer? Surdham Göb hat den Münchnern im "Zerwirk Restaurant" und dem "Tushita Teehaus" die vegane Küche schmackhaft gemacht. Aktuell betreibt er eine Cateringfirma, gibt Kochkurse und hat drei Kochbücher zur veganen Küche veröffentlicht.

Das Besondere: Surdham Göb kocht aus Überzeugung ohne Zwiebeln, Knoblauch und Brühpulver. Seine Rezepte sind einfach und dennoch einzigartig. Sie rücken den ursprünglichen Geschmack der verwendeten Zutaten in den Mittelpunkt.

Der Tipp: Gebratene Spaghetti mit Tomatensoße. Klingt völlig unspektakulär: Geviertelte Tomaten mit Gewürzen und gekochten Spaghetti in einer Pfanne lange anbraten. Dazu mit Weißwein abgelöschte Zucchini mit rosa Pfeffer und angemachten Fenchel reichen.

Vegan Daily von Surdham Göb - erschienen im AT Verlag

The Lotus and the Artichoke von Justin P. Moore

Was? Vegane Rezepte eines Weltreisenden. Amerika, Asien, Afrika und Europa gilt es kulinarisch und rein pflanzlich zu entdecken. Teils mit landestypischen Gerichten, welche schon immer ohne tierische Zutaten ausgekommen sind. Teils mit zeitlosen Klassikern vegan interpretiert.

Wer? Wahlberliner und US-Amerikaner Justin P. Moore bereist seit seinem fünften Lebensjahr die Welt. All seine kulinarischen Erlebnisse und Eindrücke vermittelt er in seinem Buch für den heimischen Herd.

Das Besondere: Justin P. Moore illustriert, schreibt und fotografiert seine Bücher komplett selbst. Man spürt förmlich auf jeder Seite das Herzblut des Autoren und Künstlers.

Der Tipp: Würzige indonesische Gemüsebällchen. Geraspelter Weißkohl mit Mehl vermengt und Thymian verfeinert ergeben frittiert einen süchtig machenden Snack, der sich wunderbar mit Reis und Currys kombinieren lässt.

The Lotus and the Artichoke von Justin P. Moore - erschienen im Ventil Verlag

No need for meat von Andreas Bär Läsker

Was? Streng genommen kein richtiges Kochbuch - mehr Ratgeber und Erfahrungsbericht, ausgestattet mit vielen Rezepten. Als Leser wird man ermuntert, Barrieren im Kopf einzureißen und mit Alltagsgewohnheiten in der Küche zu brechen, um sich der pflanzlichen Ernährungsweise anzunähern und sich ihr gegenüber zu öffnen.

Wer? Andreas Bär Läsker ist Fotograf und erfolgreicher Manager von "Die Fantastischen Vier". Er nahm 60 kg ab, nachdem er die vegetarische und vegane Küche für sich entdeckte.

Das Besondere: Neben dem charmanten autobiografischen Beginn, zeigt der Autor wie er seine ganz eigene Interpretation von Pflanzenkost für Freunde und Familie umsetzt. Garniert mit saloppen Texten, welche dieses Werk auch wirklich zu einem Buch machen.

Der Tipp: Risotto aus Vollkornpuffreis. Liebhaber des italienischen Klassikers werden die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Als schnelles Gericht ist diese Variante jedoch einfallsreich für den stressigen Alltag uminterpretiert.

No need for meat von Andreas Bär Läsker - erschienen bei Trias

Immer schon vegan von Katharina Seiser

Was? Traditionelle rein pflanzliche Gerichte aus aller Welt, zusammengefasst in 70 Rezepten. Zusätzlich wird sich ausführlich mit dem Thema "Wie der Geschmack ins Essen kommt" auseinandergesetzt.

Wer? Katharina Seiser ist Journalistin und hat für ihr Werk aufwändige Recherchearbeit geleistet. Sie betreibt außerdem einen Foodblog rund um das Thema "Pflanzliche Ernährung ohne Ersatzprodukte und vorbildliche Tierhaltungsmethoden".

Das Besondere: Speisen aus Ländern wie Georgien, dem Libanon oder Marokko bieten einen Blick aufzeitlose Klassiker fremder Küchenkulturen mit ungewöhnlichen und spannenden Geschmackskompositionen.

Der Tipp: Auberginenröllchen mit Walnüssen. Längs aufgeschnittene Auberginenscheiben werden mit einer Paste aus Walnüssen, Koriander, Petersilie und Dill gefüllt. Anschließend wird das Gericht mit reichlich Granatapfelkernen garniert. Nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch beeindruckend.

Immer schon vegan von Katharina Seiser - erschienen im Brandstätter Verlag

Vegan - Tut gut, schmeckt gut! von Jérôme Eckmeier

Was? Das Buch bietet gutbürgerliche deutsche und internationale Küche auf pflanzlicher Basis. Einumfassendes Standardwerk, ansprechend fotografiert und mit vielen Basisinformationen, wie man Gerichte ohne viel Aufwand veganisiert.

Wer? Jérôme Eckmeier ist Ostfriese, gelernter Koch, Sozialpädagoge, Lebensmitteltechniker und sechsfacher Familienvater. Er arbeitet als Markenbotschafter für vegane Lebensmittelprodukte und ist Chefkoch beim deutschen Vegetarierbund (VEBU).

Das Besondere: Die Bodenständigkeit dieses Werkes ist seine Stärke. Hier wird für die ganze Familie gekocht. Pizza, Gyros, Spaghetti Bolognese - alles in rein pflanzlicher Form. Querbeet wird sich hier vegan durch die Essgewohnheiten in diesem Land geschnippelt, gerührt und gebraten.

Tipp: Beim Vegan Tuna-Sandwich wird der Dosenfisch durch zerdrückte Kichererbsen und Artischockenherzen ersetzt. Mit Meeresalgen gewürzt schmeckt dieser Ersatz herrlich nach Meer und zeigt auf, wie einfach man einige Gerichte veganisieren kann, ohne völlig auf seine alten Essgewohnheiten verzichten zu müssen.

Vegan tut gut - schmeckt gut! von Jérôme Eckmeier - erschienen im DK Verlag

Fotos: Die Bilderrechte liegen bei den jeweiligen Verlagen #Kochen