Die Niels-Stensen-Kliniken, welche sich in Osnabrück, Ostercappeln und Melle befinden, erklärten dass der Mann schon in der Nacht zum 6. Juni 2015 in einem Krankenhaus an einer Folgeerkrankung, welche auf das Coronavirus zurückzuführen ist, gestorben ist.

Der Mann, welcher Wohnhaft im Kreis Minden-Lübbecke war, starb an einem Organversagen. Dies kann aus den dpa Informationen entnommen werden. Im Februar unternahm er eine Reise in die Vereinigten Arabischen Emirate und hatte sich dort mit dem tödlichen Erreger Middle East Respiratory Syndrome (kurz Mers) infiziert.

Nachdem der Mann die Mers Krankheit erfolgreich bekämpft hatte, wurde er Mitte Mai von der Isolierstation des Marienhospitals Osnabrück in ein Krankenhaus in Ostercappeln verlegt. Aufgrund dessen kam der Tod des Mannes für die Ärzte sehr überraschend.

Dromedare und Kamele als Überträger von Mers

Dromedare und Kamele gelten als Überträger dieser Krankheit. Deswegen könnte sich der Mann auf seiner Reise auf dem Tiermarkt mit dem Virus infiziert haben. Jedoch ist die Ursache für die Erkrankung nicht ganz klar. Weitere Menschen die von ihm angesteckt wurden, sind momentan nicht bekannt. Alle Menschen, die im Laufe seiner Krankheit mit ihm Kontakt hatten, seien negativ auf die Krankheit getestet worden. Daraus schliesst man, dass eine Übertragung von Mensch zu Mensch sehr selten vorkommt.

Der 65-Jährige Mann, ist erst der dritte Mensch, welcher in Deutschland aufgrund des Mers-Virus behandelt werden musste. In Niedersachsen war es der erste Patient. Ein Patient aus Essen überlebte die Krankheit. Im März 2013 starb ein 73-Jähriger Mers-Patient aus den Vereinigten Arabischen Emiraten an diesem Virus.

Saudi-Arabien ist weltweit am stärksten von Mers betroffen

Das weltweit am stärksten betroffenen Land von Mers ist Saudi-Arabien. Der Erreger tauchte das erste Mal im Jahr 2012 auf. Viele Reisende bzw. Touristen aus Saudi-Arabien brachten den Virus in die europäischen Länder wie Italien, Grossbritannien, die Niederlande, Frankreich, Deutschland und die Türkei.

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