P.A.R.T.Y. heißt eine Aktionswoche, die kürzlich erstmals bundesweit stattfand. Anstelle von fröhlichen Zusammenkünften verbringen Schulklassen der oberen Klassenstufen einen Tag in der Unfallklinik. Inspiriert wurden die deutschen Unfallchirurgen dazu von einem Projekt aus Kanada. „P.A.R.T.Y.“ steht für „Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth“. In diesem Jahr ermöglichten Krankenhäuser in Stuttgart, Köln, Ludwigshafen, Koblenz, Münster, Leipzig, Regensburg, Ulm, Bad Pyrmont, Frankfurt, München, Heilbronn und Göttingen einen Einblick in den Alltag eines Schwerverletzten. Vom Rettungswagen über den Schockraum, die Intensivstation bis zur Physiotherapie. Das Mittagessen nehmen die Schüler mit Handicap ein, also beispielsweise mit einem steifen Wirbelsäulenkorsett. So erfahren sie authentisch und ohne erhobenen Zeigefinger, wie Einfaches plötzlich kompliziert wird. Ergänzend diskutieren sie mit ehemals schwerverletzten Unfallopfern sowie Polizisten.

Neben Fahren unter Alkohol sind überhöhte Geschwindigkeit, Handynutzung am Steuer oder mangelnde Fahrpraxis Gründe für Verkehrsunfälle. Das Unfall- und Sterberisiko im Straßenverkehr ist für Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren das mit Abstand höchste – es liegt etwa doppelt so hoch wie das der Gesamtbevölkerung, betonen die Experten. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt: 2014 verunglückten 3.368 Menschen auf deutschen Straßen tödlich, 389.000 wurden verletzt.  #Gesundheit

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