Kein Impfstoff gegen Dengue-Virus

Eigentlich stammt der Tigermoskito aus Asien, doch mittlerweile treibt das gefährliche Insekt auch in Europa sein Unwesen. Die Asiatische Tigermücke (wissenschaftlich: Stegomyia albopicta) kann den heimtückischen Dengue-Virus übertragen, gegen den es bisher keinen Impfstoff gibt. Als Krankheitssymptome treten hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen auf. Das sogenannte Dengue-Fieber kann für den Infizierten im schlimmsten Fall den Tod bedeuten. Die Asiatische Tigermücke wurde bisher hauptsächlich in Süddeutschland gesichtet. In den untersuchten Exemplaren in Deutschland konnten die Forscher bisher erfreulicherweise noch keine Spuren des Virus nachweisen.

Tropische Temperaturen begünstigen Ansiedlung

Aufgrund des sich wandelnden Klimas in unseren Breiten fühlt sich die Asiatische Tigermücke auch in Deutschland wohl. In Spanien und Italien hat dieses stechende Insekt leider bereits viele Landesteile erobert, in Frankreich ist der gefährliche Quälgeist mittlerweile ebenfalls anzutreffen. Das Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin hat in speziellen Mückenfallen an süddeutschen Autobahnraststätten Exemplare der Asiatischen Tigermücke über einen Zeitraum von mehreren Jahren fangen können. Untersuchungen haben ergeben, dass ich die ungeliebten Zweiflügler besonders gern an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnen aufhalten.

Die Tigermücke wanderte in alten Autoreifen nach Europa ein

In Italien wurde das Insekt Anfang der 90er Jahre erstmals entdeckt. Experten vermuten, dass die Asiatische Tigermücke als "blinder Passagier" in Schiffsladungen mit Altreifen nach Europa eingeschleppt wurde. In den alten Autoreifen hatte sich Regenwasser angesammelt, welches die Tigermücke für ihre Brutstätten benötigt. In Italien reichten ihr, obwohl sie eigentlich eine schlechte Fliegerin ist, zwölf Jahre, sich über das ganze Land auszubreiten. Nur ausgesprochen trockene Zonen blieben von ihr verschont.

Natürliche Fressfeinde helfen bei der Bekämpfung

Forscher untersuchen zur Zeit, wie Larven der Stechmückengattung Toxorhynchites helfen könnten, die Asiatische Tigermücke auch bei uns zu bekämpfen. Diese fressen nämlich andere Mückenlarven, u.a. wohl auch die des eingeschleppten Plagegeistes aus Asien. Zu den Fressfeinden der Asia-Mücke gehören auch die Larve des dunkelblauen Marienkäfers und die Rote Feuerameise, die allerdings bei uns nicht anzutreffen sind. Auch Plattwürmer und kleine Schwimmkäfer bringen den Mücken-Tiger in Bedrängnis. Übrigens: Menschen und Tiere werden ausschließlich von der weiblichen Tigermücke zwecks einer sogenannten Blutmahlzeit gestochen. Sie benötigt das Blut, um Eier bilden zu können.

Mein Tipp: Im Freien gelagerte mit Wasser gefüllte Altautoreifen, Regentonnen, Blumenvasen, Pflanzenuntersetzer,  Eimer, Dosen, Flaschen oder Gläser eigenen sich hervorragend als Eiablagestellen für die Asiatische Tigermücke. Bitte kontrollieren Sie regelmäßig, ob sie solche Stellen im Garten, auf Ihrer Terrasse oder auf dem Balkon haben und kippen Sie das Wasser aus oder decken Sie die Gefäße sorgfältig ab!!!

jh


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