Es wäre übertrieben, die fast schon hysterische Polemik um den Gebrauch von E-Zigaretten als sachliche Diskussion zu bezeichnen. Während die Liebhaber des „DampfensE-Zigaretten als wirkliche Alternative zum Rauchen betrachten, sehen die Kritiker im „Dampfen“ von E-Zigaretten bloß eine Marketingstrategie der Tabakriesen, um an die Kinder und Jugendlichen heranzukommen. Dass dabei sprichwörtlich „das Kind mit dem Bade“ ausgeschüttet“ wird, ist leider ein trauriger Nebeneffekt.

Ist das „Dampfen“ von E-Zigaretten maßgeblich am Rückgang der Raucher beteiligt?

Entgegen aller Unkenrufe, hat sich das „Dampfen“ von E-Zigaretten durchwegs positiv auf den Kampf gegen das Rauchen ausgewirkt. Wie die „New York Post“ dieser Tage online berichtet, ist durch das „Dampfen“ von E-Zigaretten, der, inzwischen stagnierende Anteil derjenigen Amerikaner, die sich selbst als Raucher betrachten, noch weiter zurückgegangen. Stagnierte der Anteil vor Einführung der E-Zigarette bei rund 20% der Bevölkerung, befindet er sich zwischenzeitlich, laut Zeitungsangaben, wieder auf „Talfahrt“, da viele Raucher den Umstieg von der herkömmlichen Zigarette aufs „Dampfen“ von E-Zigaretten wagen. Genauer gesagt von 20,6 Prozent im Jahr 2009, auf 15,2 Prozent im Jahr 2015. Die Daten beruhen auf Erhebungen des Centers for Disease Control and Prevention.

Wie gefährlich ist das „Dampfen“ von E-Zigaretten für Jugendliche?

Der Sorge, dass vermehrt Jugendliche dem Genuss von E-Zigaretten verfallen und das „Dampfen“ als „Brücke“ zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten gesehen wird, ist mit Sicherheit Aufmerksamkeit zu schenken, obwohl jeder „Dampfer“ einen Umstieg von E-Zigaretten auf herkömmliche Zigaretten, schon alleine wegen des Geschmacks und den körperlichen Begleiterscheinungen als ziemlich unwahrscheinlich bezeichnen wird. Außerdem sollte auch unterschieden werden, ob sich im Liquid Nikotin befindet oder nicht. Die suchterzeugende Wirkung des Nikotins steht ohnehin außer Frage. Bei Liquids, die ausschließlich des Geschmacks wegen genossen werden, ist es ebenfalls fraglich, ob herkömmlicher Zigarettenrauch dem Geschmacksempfinden des Konsumenten die gleiche Befriedigung verschaffen kann.

Negativ-Hysterie in der Diskussion um das „Dampfen“ von E-Zigaretten absolut unangebracht?

Beim verantwortungsvollen Umgang mit E-Zigaretten sind vor allem Generalisierungen in jeder Richtung völlig unangebracht. Während die E-Zigarette ihren Siegeszug vor allem Rauchern verdankt, die im „Dampfen“ von E-Zigaretten eine machbare Möglichkeit gefunden haben, die gesundheitlichen Risiken gegenüber dem herkömmlichen Rauchen zu minimieren oder ganz mit dem Rauchen aufzuhören, gibt es auf der anderen Seite Herausforderungen, an die mit Augenmaß heranzugehen ist. Sachlich und ohne Negativ-Hysterie, wie auch von vielen Gesundheitsexperten empfohlen.

Foto: Ecig Click – CC-BY-SA 2.0 – flickr.com #Hobby #Gesundheit