Im Focus der Aufmerksamkeit stehen nach wie vor die sogenannten Liquids, also diejenige Flüssigkeit, die beim Erhitzen verdampft. Diese Liquids sind mit oder ohne Nikotin erhältlich und dienen als Grundlage verschiedenster Kritikpunkte. Die Untersuchungen beziehen sich vorwiegend auf die USA und England.

Erhöhte Vergiftungsquoten durch das „Dampfen“ von E-Zigaretten?

Wie auf „medicalnewstoday.com“ zu lesen, sind die, auf E-Zigaretten bezogenen Anrufe bei Giftnotrufzentralen in Amerika während der letzten fünf Jahre angestiegen und zwar von einem Anruf pro Monat auf 215 Anrufe pro Monat. Kritikern von E-Zigaretten dient dieser Anstieg als Hinweis auf die „Giftigkeit“ der Liquids. Differenziert betrachtet, sind mehr als die Hälfte der, bei diesen Anrufen beteiligten Personen Kinder um die fünf Jahre oder jünger, die das Liquid geschluckt oder auf sonstige Art und Weise damit in Verbindung gekommen sind.

Was gelangt beim „Dampfen“ von E-Zigaretten in den Körper?

Bezüglich der gesundheitlichen Risiken des „Dampfens“ sei an dieser Stelle auf den Bericht der „Public Health England“ verwiesen, der dem „Dampfen“ von E-Zigaretten bis zu 95% weniger Risiko im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten bescheinigt. Trotzdem sei hier auch noch ein Bericht der University of Southern Californa erwähnt, der im „Dampf“ von E-Zigaretten auch toxische Mengen an bestimmten Metallen gefunden hat und zwar Nickel und Chrom.

Forscher sind aber davon überzeugt, dass diese Metalle nicht aus dem „Dampf“ sondern eher von der E-Zigarette selber stammen, was auf die Wichtigkeit von Qualitätsstandards bei E-Zigaretten hinweist. Andere Studien, die toxische Wirkungen in erhöhtem Maße festgestellt haben, resultieren laut Gegenmeinungen von Experten aus der zu großen Erhitzung der Liquids bei den Tests.

Kann das „Dampfen“ von E-Zigaretten überhaupt bei der Rauchentwöhnung helfen?

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Unklarheit darüber, ob E-Zigaretten Rauchern wirklich bei der Entwöhnung helfen können. Dieser Standpunkt wird von dem National Institute on Drug Abuse vertreten. Dem gegenüber stehen tausende Erfahrungsberichte überglücklicher Ex-Raucher, die es durch E-Zigaretten endlich geschafft haben, vom Rauchen wegzukommen.

Besorgnis bereitet auch die explosionsartige Zunahme der E-Zigaretten bei Kindern und Jugendlichen, die auf das gezielte Marketing zurückgeführt wird. Ein Faktum, dass eher der Vermarktung des Produktes, als der E-Zigarette als solches zugeschrieben werden kann. Die Idee, dass E-Zigaretten zum Rauchen herkömmlicher Zigaretten führen können, wird von den meisten Gesundheitsexperten abgelehnt.

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