Gleich zwei Fälle explodierender E-Zigaretten sorgten in der jüngsten Vergangenheit für Aufregung. James Lauria aus Georgia verlor fast sein Leben, als er am 29. Juli dieses Jahres ein paar Züge aus seiner E-Zigarette machen wollte. Aus noch unbekannten Gründen explodierte die E-Zigarette in seinem Mund und verletzte Lauria schwer. Der jüngste Fall einer explodierenden E-Zigarette betraf den US-Amerikaner Evan Spahlinger. Der 21jährige Mann aus Florida erlitt Verbrennungen in seiner Lunge und liegt noch immer im Koma.

Kann die unsachgemäße Verwendung einer E-Zigarette lebensgefährlich sein?

Während in „Dampfer“-Kreisen bei James Lauria vermutet wird, dass die Explosion auf eine unsachgemäße Handhabung der E-Zigarette zurückzuführen sei, scheint es im Fall des US-Amerikaners Evan Spahlinger traurige Tatsache zu sein, dass eine, von ihm selbst modifizierte Version der E-Zigarette, das Unglück verursacht hat, so jedenfalls „nt-v.de“. Kritiker sehen in den aktuellen Unglücksfällen eine Bestätigung für die Gefährlichkeit der E-Zigarette. Anderer Meinung sind hingegen die Hersteller von E-Zigaretten, die betonen, dass ihre Produkte in der Regel sicher sind, außer wenn man sie modifiziert oder andere unsachgemäße Manipulationen an ihnen vornimmt, was sie aber nicht von anderen Produkten unterscheidet. Auch die harmlosesten Produkte können sich bei unsachgemäßer Verwendung als lebensgefährlich erweisen.

E-Zigaretten sind nicht gefährlicher als andere technische Gebrauchsgegenstände

Modifikationen oder Manipulationen an E-Zigaretten haben den Zweck, dem Gerät eine höhere Dampfentwicklung und mehr Leistung zu entlocken. Eine Entwicklung, die von Seiten der E-Zigarettenhersteller mit einiger Besorgnis betrachtet wird, da Unglücksfälle die ganze Branche der E-Zigarettenhersteller in Verruf bringen und der E-Zigarette das Image eines „lebensgefährlichen Produktes“ anheften. Wie Michael Minichiello, Inhaber der „Vintage Joye Vapor Lounge“ in Naples auf „naplesnews.com“ sinngemäß betont, kann sogar ein Handy explodieren, wenn es nicht sachgemäß verwendet wird. Ob die Konsumenten die Unglücksfälle nun objektiv betrachten und die Explosionen der unsachgemäßen Verwendung der E-Zigarette zuschreiben, oder ihr in „Bausch und Bogen“ das Prädikat „Gefährlich“ aufdrucken, bleibt mit Sorge abzuwarten.

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