Die WHO dürfte bei den chinesischen „Dampfern“ keinen hohen Stellenwert besitzen, denn ein Artikel mit einer WHO-Warnung bezüglich des „Dampfens“ von E-Zigaretten, bewirkte laut „forbes.com“ just das Gegenteil und stärkte das Profil von E-Zigaretten in den betreffenden Gebieten.

Gleicht die Diskussion über die E-Zigarette den Manipulationen im „Orwellschen Reich“?

So ernst das „Dampfer“-Leben in Zeiten gesetzlicher Überregulierung auch sein kann, der Artikel der Forbes-Journalistin, die über Schnittstellen von Medizin und Kultur schreibt, hat fast schon Unterhaltungswert. Die Verfasserin bezeichnet die Welt der #Gesundheit im Hinblick auf die E-Zigarette als „Orwellsches Reich“. Grund dafür sind die Parallelen zu so unsinnigen Aussagen wie „Freiheit ist Sklaverei und Unwissenheit ist Stärke“. Denn wie sonst ließe es sich erklären, dass manche E-Zigaretten-Kritiker den vielen Rauchern erklären wollen, dass sie aufgrund der Schädlichkeit von E-Zigaretten auch genauso gut weiterrauchen können wie bisher, obwohl das „Dampfen“ von E-Zigaretten erwiesenermaßen weit weniger schädlich ist, als herkömmliches Zigaretten-Rauchen.

Das „Dampfen“ von E-Zigaretten wird im städtischen Raum immer beliebter

Dr. Margaret Chan ist Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation und erklärte Gegnerin der E-Zigaretten. Aus diesem Grund erklärte sie auch gegenüber der „China Daily“, dass die nationalen Regierungen das „Dampfen“ von E-Zigaretten entweder verbieten oder zumindest regulieren sollen. Wie auf „forbes.com“ zu lesen, soll die Generaldirektorin der WHO an anderer Stelle auch empfohlen haben, E-Zigaretten mit normalen Tabak-Zigaretten gleichzustellen. Diese veröffentlichten Aussagen dürften bei den jungen Städtern genau das Gegenteil ausgelöst und zu einem Zuwachs bei den „Dampfern“ von E-Zigaretten geführt haben, so jedenfalls der China Direktor der Union gegen Tuberkulose und Lungenkrankheiten Gan Quan.

In China starben infolge des Tabak-Konsums 2010 ca. eine Million Menschen, bis 2030 werden es zwei Millionen Menschen und bis 2050 wird die Zahl der Todesfälle auf geschätzte drei Millionen Menschen steigen. Problematisch ist in China vor allem, dass Rauchen als Zeichen guter Manieren gilt und dass Anbieten von Zigaretten als Zeichen des Respekts betrachtet wird.

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