Könnte es sein, dass die „Dampfer“ von E-Zigaretten bei Überregulierung wieder in den Tabakkonsum gedrängt werden? Eine brisante Frage, die sich auch das „American Enterprise Institute“ im Zuge der Regulierungsverhandlungen hinsichtlich des Gebrauchs von E-Zigaretten in Amerika gestellt hat. Das „American Enterprise Institute for Public Policy Research“, kurz AEI, ist ein amerikanischer „Think Tank“, der in Washington beheimatet ist. Die Erkenntnisse, die vom Institut gewonnen wurden, lassen den Schluss zu, dass bei der Regulierung von E-Zigaretten der Schuss nach hinten losgehen könnte.

Die E-Zigarette hat zur Senkung des Tabakkonsums massiv beigetragen

Wie auf „churnmag.com“ zu lesen, ist laut Angaben der AEI der Konsum von Tabak in Amerika auf dem niedrigsten Stand seit 1940. Eine Leistung, die zu einem beträchtlichen Teil auch der E-Zigarette zu verdanken ist, da viele Raucher auf E-Zigaretten umgesattelt haben. Vor allem diejenigen Raucher, bei denen herkömmliche Entwöhnungsversuche nicht zum gewünschten Erfolg geführt haben, gehen eindeutig auf das Konto der E-Zigarette. Ein Erfolg, der sich nicht wegdiskutieren lässt. Die langfristige Unbedenklichkeit von E-Zigaretten mag zwar noch bewiesen werden müssen. Fest steht jedoch, dass E-Zigaretten um bis zu 95% weniger schädlich sind, als herkömmliche Zigaretten.

Eine Entwicklung, die bezüglich der Regulierung von E-Zigaretten auch in Deutschland zu befürchten wäre?

Alex Brill, wissenschaftlicher Mitarbeiter vom AEI sieht als einen der Gründe für die Überregulierung in Amerika die vielen Anrufe in den Vergiftungszentralen, die auf einen Missbrauch des Nikotin-Liquids hindeuten. Trotzdem ist Brill davon überzeugt, dass die gut gemeinten Bemühungen, dass „Dampfen“ von E-Zigaretten in erhöhtem Maße zu regulieren, ein erhöhtes Risiko für die öffentliche #Gesundheit darstellen könnten. Raucher, die es nicht schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören, könnten durch diese Überregulierung, samt der damit einhergehenden Negativkampagne, von einem Wechsel zur E-Zigarette abgehalten werden.

Die Überregulierung der E-Zigarette ist langfristig ein Fehler

Bezüglich der langfristigen Folgen einer Überregulierung ist Brill überzeugt, dass die Behinderung des Umstiegs auf E-Zigaretten ernstere gesundheitliche Folgen haben könnte, als die gemeldeten Missbrauchsfälle des Nikotin-Liquids. Als Beispiele führt Brill ein 50% geringeres Risiko, an Mund-, Rachen- oder Lungenkrebs zu erkranken, sowie das Wegfallen der gesundheitlichen Risiken beim Passiv-Rauchen, an. Dann wäre da noch ein Wegfallen der Brandgefahr, da beim „Dampfen“ von E-Zigaretten kein Streichholz oder Feuerzeug benötigt wird.

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