Viele leidenschaftliche „Dampfer“ von E-Zigaretten verfolgen mit zunehmender Besorgnis die Diskussion um die Einschränkung des Gebrauchs von E-Zigaretten. Während es in Deutschland die geplanten Restriktionen aufgrund des Jugendschutzes sind, die den Gesetzgeber zu einer Überregulierung veranlassen, wird in Amerika noch ein „Schäuflein“ nachgelegt und die steigende Beliebtheit von E-Zigaretten bei Jugendlichen mit dem Gebrauch von Marihuana in Verbindung gebracht.

 

Begünstigt das „Dampfen“ von E-Zigaretten den Marihuana-Konsum?

 

Beispielgebend ist ein Artikel in der „Pittsburgh Post-Gazette“, demzufolge ein Viertel der Studierenden mit ihren E-Zigaretten THC „dampfen“ sollen. THC ist ein Bestandteil von Cannabis, der auch psychologische Auswirkungen auf den „Dampfenden“ hat. Weiters wird in dem Artikel kritisiert, dass Jugendliche zwar über die gesundheitlichen Gefahren des Rauchens, nicht aber über E-Zigaretten und Marihuana aufgeklärt werden. Zusätzlich wird noch betont, dass der Mangel an Vorschriften, die Verwendung von E-Zigaretten zu anderen Zwecken als des „Dampfens“, begünstige.

 

„Dampfer“ – Fachgeschäfte legen Protest gegen die Dämonisierung der E-Zigarette ein

 

Der Aufschrei der über 200 „Dampfer“-Fachgeschäfte, alleine im Raum Pennsylvania, ließ nicht lange auf sich warten und gipfelte ebenfalls in einem Artikel in besagter Zeitung. Besonders scharf kritisiert wird darin die Dämonisierung der E-Zigarette als Einstiegshilfe zum Drogenkonsum und die unseriöse Verknüpfung zwischen E-Zigaretten und dem Gebrauch von Marihuana. Anstatt auf den Verkauf von „Dampf“-Produkten an erwachsene Raucher als gesündere Alternative zum Rauchen von herkömmlichen Zigaretten zu berichten, diene dieser Artikel nur der Verbreitung von Fehlinformationen.

 

Sind die Fehlinformationen bezüglich des „Dampfens“ von E-Zigaretten noch zu toppen?

 

Wie dieser kleine Schlagabtausch zwischen Befürwortern und Gegnern der E-Zigarette zeigt, nimmt die Diskussion über das „Dampfen“ immer abenteuerliche Formen an. Besorgniserregend ist auf jeden Fall der geschürte Interessenskonflikt zwischen dem „Schutz der Jugendlichen“ und den „Interessen der „dampfenden“ Ex-Raucher“. So wie in Pennsylvania, gibt es zum Glück auch in Europa streitbare Fachgeschäfte und Hersteller von E-Zigaretten, die auch einen Gang vor den Europäischen Gerichtshof nicht scheuen.

 

Foto: Ecig Click – CC-BY 2.0 – flickr.com /  #Gesundheit