Das Frau Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungsinstitut eine bekennende Gegnerin der E-Zigarette ist, dürfte hinlänglich bekannt sein. Zumindest die Anhänger und Liebhaber vom weißen Dampf die dem graublauen Rauch eine Absage erteilt haben, finden sich mehrheitlich in den Kommentarspalten bekannter Onlinezeitungen wieder, wie derzeit auch beim österreichischen  Onlinemagazin, "derStandardt.at".

Medizinerin: E-Zigarette ist "alter Verführer in neuem Gewand"

Oder "Mit jedem Zug inhaliert der Konsument ein schädliches Chemikaliengemisch"

Solche plakativen Aussagen wie diese sind es, die, die Dampfer Community regelmäßig in Wallung bringen und sofort einen Sturm der Entrüstung auslosen. Dabei sind solche Aussagen nichts Neues und Konterkarieren ihre eigenen Bemühungen um eine rauchfreie Welt aufs Äußerste. Dass hier die Dampfer Community zeitweises und unbeabsichtigt solche dummen Aussagen auch noch in den sozialen Netzwerken zu verbreiten hilft, ist um so merkwürdiger, weil dadurch das Plakative für uninformierte, deutlich hervorgehoben wird.

Wer lesen kann ist klar im Vorteil

In unserer schnelllebigen Zeit, wo die Menge an Informationen exorbitant zugenommen hat, bleibt für viele Menschen nur der rasche Überblick auf Schlagzeilen, um sich ihre Meinung zu einem Thema zu bilden. Nur ein kleiner Prozentsatz der Leser liest sich überhaupt einen Artikel komplett durch. Viele aber überfliegen ihn nur, wenn überhaupt, der große Rest aber, wendet sich anderen Themen zu. Werden sie einmal nach der E-Zigarette gefragt, oder sondern ihren Kommentar bei Freunden ab, dann kommen solche Sprüche, wie die, die in den Überschriften zu lesen sind. Nur ein Bruchteil der "Interessierten" Leser kaut sich mühsam durch die vielen Kommentare der aufgebrachten Befürworter und Nutzer der E-Zigarette durch, die sich über solche Artikel zurecht aufregen und erhalten somit ein differenzierteres Bild zu einem komplexeren Sachverhalt. Wer also lesen kann, ist im Spiel um die Wahrheit über das Dampfen klar im Vorteil und kann sich unabhängig eine Meinung bilden. Doch leider sind es am Ende nicht viele, die in diesen Genuss kommen und so bleibt für die meisten das Plakative und negative hängen.

 JA oder NEIN, das ist hier die Frage

Es ist nur natürlich, das Menschen die informiert sind, sich über nachweislich falsche Aussagen aufregen und diese auch gerne kommentieren und Gegenargumente vorbringen wollen. Doch muss man sich immer vor Augen halten, dass dies auch immer eine Aufwertung des betreffenden Artikels ist, dass man am liebsten in der Versenke des Vergessens sehen möchte. Solche Pamphlete auch noch zu verteilen, darüber sind sich die meisten einig, geht gar nicht. Bei den Kommentaren zumindest sieht es meistens anders aus und es wird auf Teufel komm raus kommentiert und in vielen Fällen dann doch wieder geteilt, auch wenn man es ursprünglich nicht wollte. Die Frage also, ob man negative Artikel kommentieren sollte oder nicht, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, doch muss man eines bedenken, auch die Kommentare verhelfen negative Artikel im Gerangel der Informationen nach oben und man verhilft eben diese Pamphlete, ob man es nun will oder nicht, in den Listen diverser Suchmaschinen den Stellenwert, den man für solche Artikel lieber nicht haben möchte. 

Und so wird manch Suchender nach Informationen über E-Zigaretten genau auf solche Artikel stoßen, die mit Hilfe der Dampfer, im Gerangel der Informationen, ganz weit nach oben gelangen und nicht nach kurzer Zeit in die Welt der "Underdogs" verschwinden, dorthin nämlich, wohin sie gehören. Somit wird eine Plattform für die Verfechter einer "ideologisch geprägten rauchfreien Welt" nach oben geschoben, anstatt sie dahin fallen zu lassen, dorthin, wohin sie gehört, in den Sumpf pseudo religiöser Organisationen. 

Das ich den betreffenden Artikel hier nicht auch noch verlinken möchte, dürfte verständlich sein, oder? #Gesundheit