Der Weltmeister Antony Spatola ist mit einem eindringlichen Video an die Öffentlichkeit gegangen. Er macht sich mittlerweile große Sorgen um die Gesundheit seiner und unser aller Kinder, denn offensichtlich geht am Himmel seltsames vor. Haben sich Kondenssreifen früher meist schnell verflüchtigt, so stehen sie heute zäh am Himmel und bilden die vom Umweltbundesamt als "künstliche Zirren" bezeichneten eigenartigen "Wolken" - aus welchen es niemals regnet. 

Diese künstlichen Wolken und Hinterlassenschaften des Flugverkehrs sind keineswegs so harmlos, wie die Anhänger der "Harmloser-Wasserdampf-Verschwörungstheorie" uns gerne Glauben lassen möchten. Sie sind nämlich das Ergebnis der Flugzeugabgase. Natürlich bestehen sie aus gefrorenem Wasserdampf - aber eben nicht nur. 

Dabei haben die Ingenieure der Turbinen ganze Arbeit geleistet und wahre Wunderwerke der Technik geschaffen. Ähnlich wie moderen Gasheizungen verbrennen sie den Brennstoff Kerosin fast vollständig - Ruß im eigentlichen Sinne gibt es nicht mehr. Von 3 Tonnen Kerosin/Flugstunde bleiben gerade mal 100 Gramm Feinststaub in Nanopartikelgröße. Im Prinzip nicht mehr meßbar. Leider kommen dazu noch ein paar äußerst unerfreuliche Verbrennungsrückstände, wie die Stickoxide und reichlich CO² - aber auch Salpeter- und Schwefelsäure. Dazu etwa 15 Gramm Wasser/FlugMETER !

Ähnlich wie die Kreuzfahrtreedereien, die giftiges Schweröl verbrennen, hat aber der Flugverkehr eine besonders starke Lobby, gegen die man kaum ankommt. Außerdem ist Flugverkehr zivil und militärisch natürlich "staatsrelevant" und eine "heilige Kuh" unserer Zvilisation.

Das haben wir gesehen, als das aerotoxische Syndrom verdächtigt wurde, die Kabinenluft zu vergiften. Es gab Beinahe-Abstürze und der Bundestag hat sich eingeschaltet. Im Plenarsaal mußten sich die besorgten Abgeordneten aber als "psychisch krank und Brandstifter" anprangern lassen. Den Vorwurf "Lügenpresse" kann man bei diesem Thema auch nicht machen, denn verschiedene Medien haben tapfer dazu berichtet, Verlust von Werbeeinnahmen in Kauf nehmend. Leider interessierte sich die Öffentlichkeit nicht sonderlich.

So bleibt zu befürchten, dass zur Klimakonferenz in Paris wieder wichtige Klimaschädiger "ausgeklammert" werden, wie das in Kyoto schon einmal gelungen ist. Dabei bezeichnet Obama den Kampf gegen den Klimawandel wichtiger wie den Kampf gegen den Terror. 

Eine kleine Sensation also, dass bei diesem brisanten Thema nun Antony Spatola in kurzer Zeit 35 000 Aufrufe für sein Video verzeichnen kann. Offensichtlich nimmt man einen Weltmeister dann doch ernst! 

JF

Fotoquelle: Antony Spatola/Facebook

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