Was sich derzeit auf der #Facebook-Seite des deutschen Krebsforschungsinstituts abspielt, hat das Potenzial, in die Geschichte der Gesundheitspolitik Deutschlands einzugehen.

Weit über 1400 Facebook Nutzer, zumeist aus den Reihen der E-Zigarettenkonsumenten, lassen ihren Unmut über die, aus ihrer Sicht, unwahren Behauptungen Luft, sie seien zum größten Teil bezahlte Schergen der E-Zigarettenindustrie. Diese Behauptung traf Frau Dr. Martina Pötschke-Langer, auf der 14. deutschen Tabakkonferenz, als dort unter anderem eine online durchgeführte Studie vorgestellt wurde, die aber nicht die von ihr, wohl erwarteten Resultate erbrachte:

 

DAMPFER GLEICH BEZAHLKOMMANDOS? 

"...Wie können Sie ausschliessen, dass diejenigen, die bei ihnen den Online-Fragebogen ausgefüllt haben, nicht die Lobbyisten sind, von der E-Zigarettenlobby? An deren Stelle hätte ich Leute hingeschickt und die einen Fragebogen nach dem anderen ausfüllen lassen, damit entsprechend positive Ergebnisse erscheinen.[...]“ (Frau Dr. Pötschke-Langer, 02.12.15):

Im gleichen Zusammenhang unterstellt sie der Studie, dass entsprechend ihrer Definition von Lobbyismus, "Bezahlkommandos" solche online durchgeführte Studien, zu deren Gunsten beeinflussen. Aber es geht noch kurioser, denn an einer anderen Stelle behauptet sie wohl allen Ernstes, dass es keine soziale Bewegung von Bürgen gibt, die E-Zigaretten konsumieren und sich für deren Erhalt starkmachen.  Quelle: Dampfer Magazin

Man muss schon sehr abgebrüht sein, solche Behauptungen aufzustellen, da es nachweislich eine große Dampfer-Community in den sozialen Netzwerken gibt, die sich unabhängig von der Industrie für die Beibehaltung des Dampfens in seiner jetzigen Form stark machen. Dieser Tatsache bewusst, machen sich schließlich auch viele Dampfer auf diversen Artikeln auf der FB Seite vom DKFZ Luft.

 

Das DKFZ schlägt zurück und verweigert sich jeglichem vernünftigen Diskurs.

Auf der Facebook-Seite des deutschen Krebsforschungsinstituts indes, versucht man sich der zum Teil bitterbösen Kommentaren von enttäuschten "Dampfern", wie sich die Konsumenten der E-Zigarette selber bezeichnen, zu erwehren, indem man zu rechtfertigen versucht, die kritischen Konsumenten der E-Zigarette, eben doch in die Schublade der Lobbyisten zu stellen.

Netter Versuch, doch leider völlig daneben. Nach Bilgeri ist Lobbyismus, der Versuch von Organisationen, durch externe Teilnehmer, Einflussnahme in der Politik auszuüben, um ihre Interessen durchzusetzen. Weder sind die kritischen Konsumenten der E-Zigarette organisiert, noch werden sie von irgendwelchen Firmen dazu aufgefordert, sich ihrem Unmut Luft zu verschaffen. Zudem steht den Dampfern nicht die geballte Macht der Presse zur Verfügung, um ihre Interessen in die breite Öffentlichkeit zu tragen.  

Auch die Interessengemeinschaft E-Dampfen (IG-ED), vertritt beileibe nicht alle E-Dampfer, denn zu groß sind die unterschiedlichen Interessen, Meinungen und Motivationen der "E-Dampfer".  Eines aber eint alle und das geht auch eindeutig aus den Kommentaren hervor, sie alle wollen nicht mehr zurück zum Tabak mit seinen zig Tausend von Giftstoffen, die ihnen zum Teil Jahrzehnte lang gesundheitlich schwer zugesetzt hatten. 

 

Für keinen Dialog offen

Stringent an den Bedürfnissen vorbei aber, agiert völlig losgelöst vom Volk das DKFZ. Thront im Elfenbeinturm und feiert sich in den verschiedensten Beiträgen auf ihrer eigenen Seite selbst und erkennt dabei nicht, oder will es nicht erkennen, dass der Sieg im große Kampf gegen den Tabak und gegen das Rauchen, nur eine Armeslänge entfernt ist, denn sie bräuchten nur ihren Arm zur Versöhnung den Konsumenten der E-Zigarette entgegen zu strecken und sich mit ihnen auf eine konstruktive Diskussion, die allen zur Ehre gereicht, einzulassen.

Doch scheint die ideologische Strahlkraft der WHO über jegliche Vernunft und Einsicht zu strahlen, auch über die des DKFZ.  #Gesundheit