Es ist nicht wirklich neu, dass sich bei ihrer Entscheidung so einige Politiker durch "Zuwendungen" entsprechend beeinflussen lassen. In Sachen der Umsetzung zur TPD2 im Jahr 2016 (Tabakproduktrichtlinie) wird im Hinblick auf die E-Zigarette dieses Phänomen so richtig deutlich unterstrichen und in den Vordergrund gekehrt. Federführend bei der Negativwerbung für die E-Zigarette ist das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ Tabakkontrolle) in Heidelberg. Auch das ist bei Insidern nicht wirklich neu und ausreichend bekannt.

Das was hier in Sachen E-Zigarette betrieben wird kann man durchaus als Negativpropaganda bezeichnen.

Verwendung von Fachbegriffen fördert die Glaubwürdigkeit nicht

Im Rahmen eines Rundschreibens an eine Reihe von Politikern sind sehr unterschiedliche Rückmeldungen eingegangen. Eine Reaktion von allen angeschriebenen Politikern war nicht zu erwarten und ist schlussendlich auch nicht eingetreten. In den Rückmeldungen wurde mit (gefährlichen) Fachbegriffen nicht gegeizt, so war etwa die Rede von Carbonylverbindungen, Formaldehyd, Acrolein und Acetaldehyd welches in den E-Zigarette respektive im Dampf der Liquids enthalten sei soll. Dass diese Substanzen der #Gesundheit nicht zuträglich sind ist natürlich unbestritten.

Doch wurde von Fachleuten im Bereich (Labor Prof. Dr. Peter Dartsch) die den E-Zigaretten völlig neutral gegenüber stehen bewiesen, dass der Dampf einer E-Zigarette um ein Vielfaches unschädlicher ist als der einer herkömmlichen Tabakzigarette. Die Frage warum dies immer wieder abgestritten wird unterstreicht dieses Video besonders welches sich trotz seiner Länge lohnt anzusehen.

Die Rückmeldungen der Politiker glichen sich auffällig in sehr vielen Passagen, sodass davon auszugehen ist, dass hier ein Rundschreiben eines Ministeriums „im Hintergrund aktiv“ ist mit entsprechenden Texten die dann wieder an Bürger verschickt werden. Im Verdacht steht hier das Bundesfamilienministerin Schwesig auf welches in einer Rückmeldung direkt Bezug genommen wurde.

Aus CDU-Kreisen wurde u.a. so argumentiert:

"Wir wollen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass auch der Konsum von E-Zigaretten und E-Shishas gesundheitsgefährdend ist, und wir werden uns weiterhin auf nationaler und europäischer Ebene dafür einsetzen, die Entstehung von Tabakabhängigkeit zu verringern."

Dieser Satz unter einem für die E-Zigarette ohnehin durchgehend vernichtend geschriebenen Text macht deutlich mit welchem Nachdruck hier von den eingebundenen Lobbyisten (Tabakindustrie, Pharmaindustrie und DKFZ) beeinflusst wurde – und das alles mit an den Haaren herbeigezogenen Daten für die an keiner Stelle ein greifbarer Beweis hinterlegt worden ist.

Man weiß nichts, man glaubt nur zu wissen

Alles basiert nur auf Vermutungen wie die Formulierungen immer wieder verdeutlichen (...es könnte sein, ...es wäre möglich, ...vermutlich ist usw.). Nur eine einzige Rückantwort war offenbar ehrlich. Man teilte mit, dass das man vom Thema E-Zigarette keine Ahnung hat und sich deswegen zurückhält bzw. der Stimme enthalten wird. Das nutzt Dampfern zwar nicht, trotzdem ist es einfach nur ehrlich.

Abschließend sei noch ein Zitat eines CSU-Politikers beigefügt das da lautete:

"Mit diesem Gesetz soll jedoch nur die Abgabe von E-Zigaretten an Minderjährige untersagt und der Konsum durch Jugendliche verboten werden. Sofern Sie also bereits über 18 Jahre alt sind, können Sie natürlich auch weiterhin E-Zigaretten rauchen."

E-Zigaretten raucht man zwar nicht sondern man dampft sie. Das sei dem guten Herrn aber nachgesehen. Dampfen wird man sicherlich noch können, es bleibt nur abzuwarten unter welchen (finanziellen) Auflagen dies dann der Fall sein wird. Als Bundesbürger sollte jeder das Recht haben selbst zu bestimmen was er tut, ob er raucht oder dampft. Und das ohne Einflussnahme der Regierung welche hier schon einer Beschneidung der Grundrecht gleichkommt.

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