Als Laie hat man es dieser Tage nicht leicht. Es wäre wahrscheinlich viel einfacher, bei jeder Studie, sei sie nun Pro- oder Contra E-Zigarette, die Interessensgruppe dazuzuschreiben, welche die Studie in Auftrag gegeben hat. Wenigstens könnte sich der interessierte Konsument dann gleich ein Bild davon machen, was bei dieser Studie höchstwahrscheinlich herauskommen wird. Aber auch die Rahmenbedingungen diverser Studien lassen absolut zu wünschen übrig.   Oder ist es einfach so manche Berichterstattung, die einiges an Objektivität vermissen lässt?

Ist die E-Zigarette krebserregend?  

Wie auf „techtimes.com“ zu lesen, soll der „Dampf“ von E-Zigaretten massive Auswirkungen auf die menschlichen Zellen haben. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden von Forschern in San Diego menschliche Zellen in Petrischalen dem „Dampf“ von E-Zigaretten ausgesetzt. Ergebnis: Der „Dampf“ von E-Zigaretten hat massive Auswirkungen auf die Zellen. Mit der massiven Einschränkung, dass, salopp gesagt, lebende menschliche Zellen anders reagieren und dass bei dieser Studie anscheinend so viel „Dampf“ verwendet wurde, dass sich die Ergebnisse kaum aufs normale „Dampfen“ übertragen lassen. Eine Tatsache, auf die in seriösen Artikeln auch deutlich hingewiesen wurde.

Studien sollten auf E-Zigaretten-Nutzer übertragbar sein 

Obwohl es sehr wichtig ist, dass Studien bezüglich der E-Zigarette durchgeführt werden und diese Studien auch eventuelle Gesundheitsgefährdungen durch die E-Zigarette aufzeigen sollen, würde es nicht schaden, wenn sie auf den „Dampferalltag“ des durchschnittlichen E-Zigaretten-Nutzers übertragbar wären. Auch jene Studie, die durch zu hohes Erhitzen der Liquids, auf zu hohe Schadstoffwerte kam, gehört in diese Kategorie. 

Spektakuläres Experiment mit E-Zigarette bestätigt das Gegenteil? 

 Interessant ist, dass vor gar nicht langer Zeit ein spektakuläres in-vitro-Experiment zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen ist. Mittels eines Rauchroboters, der mit menschlichen Lungenzellen ausgestattet und dem „Dampf“ von E-Zigaretten ausgesetzt wurde, sollten die Auswirkungen des „Dampfes“ auf menschliche Zellen untersucht werden. Lange Rede, kurzer Sinn: Dieser „Dampf“ hatte fast keine Auswirkungen auf die Zellen.  Als interessierter Laie kann man hier nur anmerken, dass dieses Experiment anscheinend  „Realitätsnaher“ durchgeführt wurde.  Einziger Wermutstropfen dabei ist die Nähe zur Tabakindustrie, denn dieses Experiment wurde von British American Tobacca, gemeinsam mit der MatTek Corporation durchgeführt.

Bleibt eigentlich nur mehr die Möglichkeit, auf den „Public Health Bericht“ zurückzugreifen, der zwar bestätigt, das der Genuss von E-Zigaretten nicht risikolos, aber trotzdem bei weitem nicht so schädlich wie das Rauchen herkömmlicher Zigaretten ist.

Foto:  Vaping360 – CC-BY 2.0 – flickr.com #Hobby #Gesundheit