Nicht jede Entdeckung von Schadstoffen in Liquids stellen automatisch einen Angriff auf die E-Zigarette dar. Vielmehr wäre es wünschenswert, wenn solche Entdeckungen im Sinne einer innovativen Verbesserung von E-Zigaretten und ihrer Liquids verwendet werden. Es kann nur im Sinne der Konsumenten sein, wenn etwaige Schwachstellen bei den Liquids oder bei der E-Zigarette entdeckt und ausgemerzt werden. Freilich nicht zu Lasten der gesamten Idee der E-Zigarette, wie es leider in letzter Zeit sehr häufig geschieht, wobei man aber nicht jeden Kritiker automatisch der „Tabak- oder Pharmalobby“ zurechnen sollte. Momentan scheinen jedenfalls der „Dampf“ und bestimmte süße Liquids im Focus der Kritik zu stehen.

Schadet Kritik an bestimmten Liquids der E-Zigarette?

Konkret geht es einerseits beim „Dampf“ der E-Zigarette um die Erbringung des Nachweises, dass sich im „Dampf“ auch „freie Radikale“ befinden, die laut Berichten ums fast 1000fache niedriger sind als bei herkömmlichen Zigaretten, sowie andererseits um das Vorhandensein des Stoffes „Diacetyl“ in bestimmten Liquids, wie zum Beispiel bei den Geschmacksrichtungen Zuckerwatte und Kuchen. Wie auf „m.medicalspress.com“ zu lesen, soll dies in Amerika nämlich der Fall sein. „Diacetyl“ kann Erkrankungen der Atemwege hervorrufen. Eine Erkenntnis, welche die Ex-Raucher unter den „Dampfern“ in keinster Weise beunruhigt, denn jedem „Dampfer“ ist mittlerweile bekannt, dass auch die E-Zigarette im Vergleich zu herkömmlichen Zigaretten ein 5%iges Gesundheitsrisiko birgt.

Wünschen sich potentielle E-Zigaretten-Interessenten mehr Sachlichkeit?

Obwohl im mittlerweile schon fast als „Krieg“ zu bezeichnenden Kampf um die E-Zigarette und ihre Regulierung von gezielter Fehlinformation zu sprechen ist, wird letztendlich für den Konsumenten die sachliche Information über dieses revolutionäre Produkt ausschlaggebend sein. Sicherlich kann man eventuelle Schwachstellen und neueste Erkenntnisse einfach ignorieren. Besser wäre es jedoch, verantwortungsvoll mit diesen Informationen umzugehen. Vorausgesetzt natürlich, dass sie der Wahrheit entsprechen.

Kann die E-Zigarette noch verbessert werden?

Als Befürworter oder Kritiker der E-Zigarette sollte man wahrscheinlich weder den E-Zigarettenherstellern, noch den Regulierungsstellen und schon gar keinen Organisationen einen „Heiligenschein“ aufsetzen. Falls sich in einigen amerikanischen Liquids wirklich überproportional Schadstoffe befinden, gehören diese Liquids vom Markt genommen und verbessert. Im selben Atemzug muss man aber auch sagen, dass Regulierungsmaßnahmen, die eine innovative Entwicklung der E-Zigarette durch die Verdrängung kleinerer Hersteller verhindern, aufs schärfste bekämpft werden müssen.

Foto: Mike Mozart – CC-BY 2.0 – flickr.com #Gesundheit