Hält die Mutter der guten Vorsätze diesmal?

Ich habe mir selbst diese Frage gestellt und es mit Willenskraft probiert - erfolgreich. Nun ja, so ungefähr zwei Wochen lang. Dann habe ich mir einen Grund gesucht, wieder zur Zigarette zu greifen - jahrelang. Ich habe sogar Bücher gelesen, Apps runtergeladen, half alles nichts. Die längste Zeit, die ich ohne Zigarettenkonsum verbracht habe, waren ungefähr drei Wochen und das auch nur, weil ich versucht habe nach einer Grippe aufzuhören, in der Annahme, ich hätte es eine Woche ausgehalten und könnte einfach daran anknüpfen - ein Irrtum. Ich rauchte 15 Jahre lang ca. zwei Schachteln am Tag, manchmal sogar drei und bei ganz besonderen Anlässen auch mal vier. Ich hatte mich damit abgefunden, dass ich dieses Laster nie loswerde und es auch gar nicht mehr versucht.

Die Entdeckung der E-Zigarette 

Vor einigen Monaten erzählte mir eine Bekannte von der E-Zigarette. Ich entschied mich, mir das mal näher anzusehen und ließ mich in einem Shop beraten, was auch spontan zum Kauf führte. Ungefähr 50 Euro für ein "Starterkit" - "kann man ja mal testen", dachte ich mir. Zu Hause angekommen versuchte ich das Ding dann gebrauchsfähig zu machen. Dank Anleitung klappte das überraschend gut und problemlos.

Der Verkäufer hatte mir ein "Liquid" mit 12 mg Nikotin empfohlen, da ich Zigaretten mit 10 mg geraucht hatte und es bei der Abgewöhnung lieber etwas mehr sein könne, wie er mir versicherte. Geschmack: Champagner, denn schließlich "wollte" mein Körper das Nikotin und nicht den scheußlichen Tabakgeschmack. Die ersten Züge waren gewöhnungsbedürftig. Es ist ganz anders als bei einer Zigarette, der Dampf, der Geschmack, der Geruch, etwas ungewohnt.

Ich benötigte einige Tage, um mich daran zu gewöhnen, doch schon bald besorgte ich mir mehr Liquids, in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ich fand Gefallen dran. An Zigaretten hatte ich mittlerweile nicht einmal mehr gedacht.

Rauchen oder Dampfen - Wo ist der Unterschied?

Viele meiner Kollegen und Freunde fragen mich, was genau das bringt, wenn ich das Eine durch das Andere ersetze. Schließlich sei das ja auch eine Form des Rauchens. Nun, ich fühlte mich tatsächlich besser, ich hatte plötzlich gar keine Hustenanfälle am Morgen, keinen Schleim, den ich aushustete, keine pfeifende Lunge, ich konnte wieder riechen, zumal der Konsum an sich viel angenehmer ist. Tatsächlich konnte ich nun einen Raucher bereits auf Entfernung riechen, da überkam mich die Scham darüber, dass ich meinen Mitmenschen so etwas bisher zugemutet hatte. Damit war für mich Schluss. Ein ganz neues Lebensgefühl habe ich entwickelt.

Ich habe es sogar geschafft, meine Liquids auf 6 mg runter zu schrauben und ich habe absolut gar keine Lust irgendwann wieder mit dem Rauchen anzufangen. Das Rauchen empfinde ich mittlerweile als eklig und es bringt mir absolut nichts mehr. Zur E-Zigarette greife ich auch viel seltener, als zuvor zur Zigarette. Einige meiner Freunde, die jahrelange Raucher waren, habe ich auch inspiriert aufs Dampfen umzusteigen.

Nie wieder Tabak

Ich kann definitiv sagen, dass der Umstieg sich für mich gelohnt hat. Nicht nur finanziell, sondern vor allem bezüglich des Wohlbefindens. Ja, ich fühle mich wohler mit der E-Zigarette und möchte es nicht mehr missen.

Man fragt sich, warum die E-Zigarette so viele Gegner auf die Barrikaden lockt. Natürlich ist klare Luft zum Einatmen am gesündesten und es wäre falsch, den Eindruck zu erwecken, dass das Dampfen "gesund" ist,  jedoch gibt es mangels an Langzeitstudien, keinen erbrachten Beweis, dass das Dampfen schädlicher sei, als das Rauchen.

Gegen die Verbreitung von Tabakprodukten gab es bei Weitem nicht so viele besorgte Gegenstimmen und Rufe nach Gesetzesänderungen wie es nun bei der Verbreitung des Dampfens der Fall ist.

Jeder sollte sich selbst informieren und einem Selbstversuch unterziehen, anstatt der Bevormundung durch verschiedene Instanzen nachzugeben und sich abschrecken zu lassen.

Ich habe meine Entscheidung bisher jedenfalls nicht bereut. #Hobby #Gesundheit