Auf eine Anfrage an den Petitionsauschuss des Deutschen Bundestages hat mir die Bundesregierung nun bestätigt, dass man diesbezüglich keine Aktivitäten kenne und die weltweit diskutierten Geoengineering-Maßnahmen ablehne, weil viel zu risikobehaftet. 

Auch der Brandenburger Landtag hat sich auf eine Anfrage der Abgeordneten Johlige entsprechend geäußert. Ministerpräsident Bodo Ramelow liefert sich auf seiner Facebook-Seite ja gerne Satire-Schlachten mit sogenannten "Chemmies", welche eigene Vorstellungen zu den auffälligen Streifen am Himmel haben. Immerhin hat es Ramelow damit bis in die BILD gebracht!

Trotzdem möchte es aber der niedersächsische CDU Landtagsabgeordnete Martin Bäumer auch nocheinmal von seiner Landesregierung wissen und hat eine detaillierte Anfrage eingereicht, bei welcher er von dem Ex-Kickboxweltmeister und SPD Regionalpolitiker Antony Spatola unterstützt wird, der sich hier sehr engagiert. 

Jedenfalls ist Deutschland bei der Wolken- und Kondensstreifenforschung sehr aktiv und gibt viele Millionen Steuergelder aus, um gerade die persistenten Streifen zu erforschen.

"Künstliche Zirren" nennt die Streifen das Uweltbundesamt und warnt, dass die weltweite Bedeckung des Himmels mit Kondensstreifen bereits eine entsprechende Klimawirkung hat. Leider sind hier viele Interessen im Spiel und als Bürger tut man sich schwer, seriöse Zahlen zu bekommen.  So haben die Luftfahrtgesellschaften gerade wieder darauf hingewiesen, dass man in der derzeitigen Konkurrenzsituation keine "Umweltauflagen" verkraften könne.

Jedenfalls hatten wir 2015 sagenhafte 3,3 Milliarden Flugpassagiere, die in den nächsten Jahren, bis die Vereinbarungen zu COP21 (Paris) greifen, auf enorme 7 Milliarden gesteigert werden sollen. 

Die Internationale Luftfahrtaustellung, die gerade in Berlin wieder 150 000 Menschen angelockt hat, präsentierte die beeindruckende Entwicklung der Triebwerke, dank derer man trotz Zuwachs an Flügen den Kerosinverbrauch abmildern konnte.

Tatsächlich verbleiben von 3 Tonnen Kerosin nur lächerliche 100 Gramm Feinstaub, die man mit dem Auge nicht mehr erkennen kann, da sie in Nanopartikelgröße emittiert werden. 

Für den Normalbürger, der keinesfalls auf seine Mobilität oder gar Urlaubsflug verzichten möchte, ist das ein recht trockenes Thema. Allerdings sollte man es nicht ganz auf die leichte Schulter nehmen. Neue Forschungen zum Feinstaub sind alarmierend, auch wenn FEIN und STAUB nicht gerade gefährlich klingen. Experten warnen gar, dass die Flugzeuge sensible Luftschichten beeinflussen, da bei 3 Tonnen Kerosin 850 Tonnen Luft durch die Turbinen gepresst werden.  Die dabei entstehenden Abgase sind auch nicht ohne.

Jedenfalls gehen die Meinungen hier stark auseinander, aber Klimaexperten sagen dazu, dass die Flugzeugemissionen mit einem Faktor DREI gegenüber bodennahen Abgasen zu berechnen seien. Wenn ich davon ausgehe, dass der Flugverkehr insgesamt mit 5 Prozent am Klimawandel beteiligt ist, dann könnte man 20 mal in Urlaub fliegen bis ich einmal Starkregen oder Blitzhochwasser auf mein Klimasündenkonto nehmen muß? Und das ist ein schöner Urlaub doch wert?! 

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Weltmeister Antony Spatola warnt die Bürger

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