Ob #vegan Essen gesund ist oder nicht, bleibt eine umstrittene Frage in der Gesellschaft. Die Zahl der Veganer wächst und mit diesem Wachstum werden auch Gegenstimmen lauter: Vegane Ernährung soll ungesund oder sogar schädlich sein. Ist etwas dran an dieser Behauptung?

Gesund vegan essen ist schwer, aber machbar!

Seit mehr als drei Jahren bin ich nun selbst Veganer und ja: Ich lebe immer noch! Nicht nur das: Ich fühle mich sogar besser, als vor dem Schritt zum Vegansein. Umso skeptischer bin ich bei Berichten von Fokus und Co., wenn veganes Essen als ungesund abgetan wird. Der Veganismus ist nicht nur eine Ernährungsform, sondern eine Lebenseinstellung. Wie schädlich sie ist? Öffnen wir mal den Vorhang und blicken hinter die Fassade.

Veganer haben eigentlich nur ein Problem. Es ist die Versorgung mit Vitamin B12. Nun sagen überzeugte Fleischesser im Affekt: "Ist ja klar - Fleisch gehört nunmal auf den Teller." Tut mir leid, das stimmt nicht. Fleisch enthält von Natur aus auch kein B12. Es wird im Futtermittel zugesetzt und ist quasi auch hier ein Zusatzstoff.

Wer gesund vegan essen will, muss Vitamin B12 also aus anderen Quellen beziehen. Dafür gibt es vegane Zahncreme, mit B12 angereicherte Milch oder Nahrungsergänzungsmittel. Alle anderen wichtigen Nährstoffe - und ich wiederhole - alle anderen wichtigen Nährstoffe bekommt man aus Gemüse, Obst, Nüssen, Hülsenfrüchten etc. genauso gut und teilweise sogar noch effektiver, als aus Fleisch.

Gesund und ungesund, warum nur beim Thema Vegan?

Abgesehen davon: Wie viele Menschen haben sich vor dem Aufkommen von veganer Ernährung jemals über ihre Gesundheit in Bezug auf Essen Sorgen gemacht? Ein richtiger guter Teil in unserem Land trinkt und isst alles, was nachweislich Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Krebs, Leberschäden und vieles mehr nach sich zieht. Vegan in Bezug auf gesunde Ernährung zu kritisieren ist also aus ganz vielen Mündern eine eher heuchlerische Aktion.

Ebenso erfolgen Angriffe auf vegane Produkte. Vor allem der sogenannte "Fleischersatz" ist im Fadenkreuz vieler Menschen, die beim Thema Vegansein Gänsehaut bekommen. Oft wird gesagt, Veganer seien quasi unglaubwürdig oder widersprüchlich im Verhalten, weil sie sich Steaks, Würstchen, Scheibenwust und Käse auf pflanzlicher Basis erschaffen. Wer Fleisch lediglich als eine Art Bindemittel mit einer gewissen Konsistenz verstanden hat, entdeckt nun mal neue Möglichkeiten.

So lassen sich Fleischprodukte nachbilden, die teilweise sogar besser schmecken. Ich kenne keinen Veganer, der Fleisch nicht mehr aufgrund des Geschmacks konsumiert. Fleisch hat allen geschmeckt! Es geht beim Veganismus schließlich um weitaus mehr, als den Geschmack. Warum sollte man sich also kein Würstchen oder Steak "nachbauen"?

Hierfür werden schließlich pflanzliche Stoffe und keine Ammoniak-Pampe verwendet, wie Jamie Oliver es bei McDonalds herausfand. McDonals verlor übrigens diesen Streit vor Gericht, weil es in der Tat wahr war! Wem jetzt nicht langsam ein Lichtlein aufgeht, der will es vermutlich einfach nicht verstehen und weiter die Frage stellen, ob vegan essen gesund ist. Wer es für Tier und Umwelt nicht tun will, könnte es zumindest für sich selbst wagen.

Dass bestimmte Gruppen Fleisch garantiert im Warenkorb der Menschen sehen möchten, sollte klar sein. Die Lobby ist groß und leider noch uneinsichtig. Wer in sich geht, sollte zumindest mal aufhören, oberflächlich Vorurteilen zu folgen. Fast alle von uns, einschließlich mir haben einst Fleisch konsumiert. Deshalb stehe ich auch niemandem feindlich oder vorwurfsvoll entgegen, der noch Fleisch ist. Wer sich Tatsachen schön lügt oder sie sogar verfälscht, sollte sich über eine derartige Reaktion allerdings auch nicht wundern. #Gesundheit