Weil Umwelterkrankungen meistens über Jahre chronisch verlaufen, kann man sich gut vorstellen, wie viele Menschen weltweit an den "Neuen Volkskrankheiten" leiden. 

Nun hat man zahlreiche Satellitenbilder ausgewertet und über diese Daten dann entsprechende Schlußfolgerungen gezogen. Asien und Afrika seine mehr betroffen, aber auch die großen Industriezentren Europas.

60 000 Kinder sterben durch die Umweltverschmutzung weltweit

Bis auf welche Partikelgröße man gemessen hat, wurde nicht bekannt. Allerdings sollen einige Satelliten durchaus sog. LIDAR-Lasermessgeräte an Bord haben, mit welchen man auch Aerosole im Feinstaubbereich messen kann. Dies geschieht in Deutschland etwa auf der Station am Hohen Peißenberg vom Boden aus oder mit mobilen LIDAR-Mess-Stationen der beteiligten Universitäten.

Das Dumme ist nur, dass sich der #Feinstaub über Jahre in der Atmosphäre hält und oft erst nach Jahren "eingeatmet" wird - tausende Kilometer von der Emissionsquelle entfernt - evtl. sogar in einer deutschen Umweltschutzzone.

Was sagt uns das?

Wenn man solche Nachrichten hört und liest, dann ist man oft überfordert, weil die Menge der schlechten Nachrichten heute überwältigend ist. Manche Medien arbeiten bewußt mit "Shock an Awe", um im Getümmel der Nachrichten Aufmerksamkeit zu erregen. Das stumpft viele ab und man zuckt nur noch die Schultern.

Auch die #UNICEF läßt zwei der großen Feinstaubemittenten wieder auffällig außen vor: Flug- und Schiffsverkehr! Das kennen wir schon von den großen Umweltkonferenzen und -gipfeln. Die Studien der UNICEF wurden auch wieder ausgerechnet von jenen Medien geteilt, die seit Jahren die Kritiker der Abgasschweinerei am Himmel und auf den Weltmeeren ins Lächerliche ziehen und ihnen gar einen Aluhut aufsetzen. Schon seltsam!

Allerdings scheint die Lage ernster zu sein, denn auch das Umweltbundesamt mahnte zu Beginn der Urlaubszeit, man solle lieber einmal auf einen Urlaubsflug verzichten - der Umwelt und der Gesundheit zuliebe. Die Lobby antwortete darauf, dass man wegen der angespannten Konkurrenzsituation keine "Umweltauflagen" verkraften könne und  die Umweltministerin ruderte  brav zurück.

So wird der Bürger zwischen Alarmismus und Lapidarisierung hin und her geschüttlelt.

Was kann man tun?

"Den Flugverkehr könne man nicht einstellen", meinte ein betroffener Bürgermeister und auf der Facebookseite der Bundesregierung fragte man:

"Wollen sie denn den Menschen den Urlaubsflug vermiesen?" 

Was macht man nun mit so einer Alarmmeldung? Ignorieren?

Ich habe jedenfalls auf eine kombinierte Schiffs- und Flugreise rund um die Welt zur Silberhochzeit verzichtet, als mir ein Klimsündenrechner 70 000 kg Umweltgifte dafür ausgerechnet hat. OK, die Reise ging über vier Wochen und einige tausend Kilometer. Etwas anderes wäre es, wenn man 70 t Umweltgift in seinem Garten freisetzen würde, das gäbe richtig Ärger. Die Dosis macht es eben auch hier.

Jedenfalls hätte ich als Ausgleich für die Reise lebenslang mit dem LKW zum Brötchenholen fahren können und dazu jeden Tag zehn Stangen Zigaretten rauchen müssen und wäre nicht annähernd auf 70 000 kg Umweltgifte gekommen.

Den eigentlichen Anstoß zum Reiseverzicht haben dann aber eigene Feinstaubmessungen gebracht. Der AHA-Effekt war groß! Die Feinstaubmessgeräte sind gar nicht mehr so teuer. Will  man unter PM10µm messen, dann kann man sich ein teures Gerät auch ausleihen.

Denn das hätte man eigentlich wissen müssen: Der Wind bläst nicht nur Saharastaub von Afrika zu uns herauf, sondern auch Fein- und Nanostäube in die ruhigste Nebenstraße, auch in die "Umweltschutzzonen" hinein. Besonders betroffen gemacht haben mich Meßwerte an der KITA. Denn dazu schreibt UNICEF:

„Schadstoffe schaden nicht nur den sich entwickelnden Lungen von Kindern, sondern können auch die Blut-Hirn-Schranke beeinträchtigen und einen permanenten Schaden am Gehirn verursachen – und somit auch die Zukunft der Kinder gefährden.“

Kick-Box-Weltmeister Antony Spatola sorgt sich um die Gesundheit unserer Kinder

Is it Fog or Smog? #Umweltverschmutzung