Als #narzissmus wird eine Persönlichkeitsstörung bezeichnet, bei der das Gefühl für das eigene Selbst stark unterentwickelt - oder gar nicht existent - ist.

Aus dem mangelnden Selbstgefühl resultiert ein schwaches Selbstwertgefühl. Dies bringt den Betroffenen dazu, stets die konstante Bestätigung von außen zu erwarten und diese sogar einzufordern.

Als Narzisst im psychiatrischen Sinn wird eine Person betrachtet, die mindestens 5 der folgenden 9 Eingenschaften zeigt.

Eine übertriebene Vorstellung von der eigenen Bedeutung

Dabei wird der Wert der eigenen Leistung über jedes Maß hinaus erhöht. Der Betroffene erwartet Bewunderung und Anerkennung für jede - auch noch so alltägliche oder gewöhnliche - Handlung.

 

Der tiefe Glaube an die eigene Einzigartigkeit

Der Narzisst teilt die Menschen um ihn herum in Klassen ein. Er ist nur bereit, mit - seiner Ansicht nach - besonderen Menschen zu verkehren und fühlt sich nur von diesen tatsächlich verstanden.

 

Das Erschaffen einer eigenen Phantasiewelt

Der Betroffene lebt in seiner eigenen Welt, in der er entweder mit grenzenloser Macht, vollkommener Schönheit und absolutem Erfolg gesegnet ist oder der Überzeugung nachhängt, dass ihm dies alles unbedingt zusteht.

 

Das überhöhte Anspruchsdenken

Der Betroffene betrachtet es als selbstverständlich, dass er bei jeder Gelegenheit eine spezielle Behandlung zu erhalten und dass jeder auf seine Bedürfnisse einzugehen hat.

 

Das Verlangen nach übertriebener Bewunderung

Die Bewunderung durch Andere ist die Bestätigung für einen Narzissten, nach der er strebt und die er wünscht.

 

Das mangelnde Einfühlungsvermögen

Der Narzisst ist nicht fähig, die Emotionen - oder auch nur die Bedürfnisse - der Menschen um ihn herum  zu erkennen.

 

Die Ausbeutung Anderer

Unfähig, sich in andere Personen hineinzuversetzen, betrachtet der Betroffene jeden Menschen um sich herum ausschließlich nach dessen Nutzen, sei es materiell oder als ständige Quelle nach Bestätigung.

 

Die Anfälligkeit für Neid

Neid ist ein konstanter Begleiter eines Narzissten. Er beneidet Menschen, die - seiner Ansicht nach - vom Leben bevorzugt wurden und ist gleichzeitig überzeugt, von anderen Personen für seine Einzigartigkeit beneidet zu werden.

 

Die Arroganz in Gedanken und Taten

Der Betroffene ist den anderen Menschen gegenüber überheblich, denn das mangelnde Selbstgefühl macht es ihm unmöglich, eine andere Person als einen gleichwertigen Menschen zu sehen.

 

Zur Zeit ist keine dauerhaft funktionierende Behandlungsmethode gegen Narzissmus bekannt. Dies liegt vor allem daran, dass der Betroffene niemals freiwillig die Hilfe eines Arztes in Anspruch nimmt, da die Überzeugung von der eigenen Perfektion ein wesentlicher Bestandteil der Persönlichkeitsstörung ist. #Gesundheit