Vorab eine andere Geschichte: Seit Jahren hatte das BKA und andere Sicherheitsbehörden vor bestimmten Formen des organisierten Verbrechens gewarnt. Die Reaktion der Politik: Massiver Personalabbau!

Daran muss ich gerade denken, wenn ich mir die Situation der Hebammen ansehe. Sie sind Leidtragende der Sparpolitik im #Gesundheitswesen und auch der unmöglichen Familienpolitik in Deutschland. Für manch einen Politstrategen waren Jugend- und Familienpolitik nur Gedöns. Heute dürfte sich das kein Politiker mehr erlauben.

Zwar entscheiden sich viele Frauen für die Karriere, aber der Warnruf:

Die Deutschen sterben aus!

ist erst einmal verebbt. Deutschland ist heute jedoch eine Singlegesellschaft, fast jeder zweite Haushalt ist ein Singlehaushalt, wenn man auch oft nicht von "Haushalt" sprechen kann bei einer Person. Aber die Deutschen bekommen wieder mehr Kinder und nehmen sich ein Beispiel an den Zuwanderern. Lange wurde man ab drei Kindern schief angesehen und darüber hinaus war man asozial.

Über die Kinderfeindlichkeit der Deutschen wurden viele Artikel geschrieben und das Fernsehen brachte entsprechende Berichte. Als Familienvater wüsste ich einiges zu erzählen.

Und hier muss ich an das anfangs beschriebene Szenario denken: Nun steigt also die Geburtenrate wieder, aber Hebammen sowie Kreißsäle fehlen aktuell - und zwar so, dass regelrecht Alarm geschlagen wird. Schwangere müssen langwierig suchen, wenn sie entbinden möchten - besonders auf dem Land ist es kritisch. Dadurch sind die Ballungsräume überlastet.

Als ein Kleinkind an Masern starb, das bereits offensichtliche Vorerkrankungen hatte, wurde sofort nach "Impfpflicht" gerufen. Immerhin werden die Deutschen für jährlich 1,2 Milliarden Euro geimpft. Das reicht der Pharmaindustrie jedoch noch nicht. Die Parole von Bill Gates "to reach every child" müsse auch bei uns gelten! Hoffentlich sehen wir nicht bald ein Szenario, dass erst ein Kind sterben muss, weil die Hebammen fehlen.

Die Beträge, die eine #Hebamme für eine Entbindung bekommt, sind nicht mehr kostendeckend. Während man also bei den Impfkosten keine Beträge scheut, setzt man die Hebammen auf Sparflamme.

Wegen des Geburtenrückgangs haben in Brandenburg immer weniger Krankenhäuser eigene Entbindungsstationen. 2014 gab es nur noch 25 in den 56 Kliniken. Die Zahl der Geburtshäuser wurde um zwei auf vier reduziert. „Das bedeutet für viele Schwangere längere Anfahrtswege und überfüllte Kreißsäle“, sagt Verbands-Chefin Martina Schulze. – (Quelle: Berliner Kurier)

Die Hebammen könnten teilweise nur noch jede zweite Anfrage auf Wochenbettbetreuung annehmen. Auch hier sind offizielle Zahlen wieder andere und entsprechen den von der Lobby veröffentlichten. Das kennen wir in Deutschland von allen Ministerien. Ausgerechnet die ehemalige Familienministerin Ursula von der Leyen führte vor 10 Jahren die Sozialdemokratisierung der Familienpolitik durch und tingelte durch die Medien mit der Botschaft "Kinder UND Karriere" - was heute mit dem Recht auf einen Kitaplatz untermauert ist. (Dass sie als Verteidigungsministerin einmal mehr Soldaten anwerben müßte, war damals sicher kein Beweggrund für die mit einem entsprechenden "Spitznamen" bedachte Medizinerin und siebenfache Mutter)

Man kann nur hoffen, dass der Hebammen-Verband aktuell mit seinen Warnungen Gehör findet. Geld genug wäre ja da - oder muss es erst zu einem Todesfall kommen?

Solche soll es schon gegeben haben. Allerdings werden diese dann umgedeutet. Ärtzte und Kliniken halten mit Informationen sehr zurück. In Brandenburg wurde eine Frau zwar gleich von zwei Hebammen betreut, die trotzdem erforderliche Fahrt ins 15 km entfernte Klinikum war dann zu weit - das Kind starb. Ein Schicksal, das akut erkrankten Menschen besonders in Brandenburg, aber auch in anderen ländlichen Gegenden, droht. Auch hier schaut die Politik gelassen und achselzuckend zu, zeigt bestenfalls mal ein wenig Aktionismus - "#Impfzwang" ist wichtiger!